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Ensinger-Chef Frank Lehmann: „Ich bin Führungskraft und Christ“

Der Geschäftsführer der Ensinger Mineral-Heilquellen GmbH, Frank Lehmann, leitet ein Unternehmen, das sich nachhaltiges Wirtschaften auf die Fahne geschrieben hat. Kürzlich sprach der Ensinger-Chef im Interview mit der Ludwigsburger Kreiszeitung über die Orientierung, die ihm sein christlicher Glaube gibt.

„Die Überzeugungstäter aus dem Ländle“ (dreso.com), „Frank Lehmann spricht über die Kraft des Gebets“ (vkz.de), „Ein Geschäftsführer und sein ungewöhnliches Lebensmotto“ (faktor-c.org). Auf Schlagzeilen wie diese stößt man, wenn man zu Frank Lehmann recherchiert.

Auf der Webseite des Unternehmens Ensinger wird betont, dass der Wert der Nachhaltigkeit ein selbstverständlicher Baustein der Unternehmenskultur ist. Ensinger ist klimaneutral. 2018 wurde darüber hinaus der mit 100.000 Euro dotierte Ensinger Umweltpreis zur Förderung des Ökolandbaus in der Region ins Leben gerufen (siehe HIER). Im Interview mit Dress & Sommer erklärte Frank Lehmann, der seit Februar 2018 bei Ensinger als Geschäftsführer die verwaltenden Bereiche, das Managementsystem und die Logistik verantwortet:

„Wir waren und sind auch beim Energiemanagement ein First Mover, weil wir schon früh begonnen haben, unsere Verbräuche zu erfassen. Unser Anspruch war von Anfang an, bei der Klimaneutralität in die Tiefe zu gehen und nicht nur mit CO2-Zertifikaten zu arbeiten.“

In diesem Interview beschreibt Frank Lehmann konkret, wie der Wert der Nachhaltigkeit im Unternehmen Ensinger gelebt wird (Hinweis: Das Interview zum Nachlesen gibt es HIER).

 

Bevor der Diplom-Betriebswirt (BA) Geschäftsführer beim Familienunternehmen Ensinger Mineral-Heilquellen GmbH wurde, war er neun Jahre bei der Landesbank Baden-Württemberg und anschließend mehr als sieben Jahre bei der EnBW Energie Baden-Württemberg AG tätig. Das Fundament seiner Werte ist seit jeher im christlichen Glauben verankert, der ihn in der Kindheit ganz selbstverständlich vermittelt wurde. In einem Beitrag für das christliche Wirtschaftsmagazin „faktor c“ schrieb Frank Lehmann im Dezember 2023, dass er von seinen Eltern drei Maximen fürs Leben mitbekommen hat, die ihn bis heute prägen: Beten, Feiern, Arbeiten. Was das im Business-Alltag bedeutet, legte er in diesem Beitrag ausführlich dar (siehe HIER).

In einem Kurz-Interview mit „faktor c“ stellte sich Frank Lehmann mit folgenden Worten vor:

„Ich bin Führungskraft in einem mittelständischen Unternehmen und Christ.“

Zur Bedeutung seines Glaubens für sein Handeln in der Wirtschaft erklärte der Unternehmer, dass Glaube und Wirtschaft in einem Spannungsfeld stünden, welches auf den ersten Blick nicht einfach übereinander zu bekommen sei, aber auch Schnittmengen habe. Dazu führte Lehmann weiter aus:

„Im christlichen Glauben sehe ich sehr stark den Aspekt des Dienens, das heißt anderen Menschen etwas Gutes zu tun.“

Für die Wirtschaft übersetzt sei das „der Gedanke von Wertschöpfung“. Denn da wo Wertschöpfung entstehe, könne Gutes entstehen, sowohl für den Produzenten als auch für den Konsumenten, schilderte Frank Lehmann und führte weiter aus:

„Da sind mir zwei Aspekte wichtig. Zum einen der Aspekt der Ehrlichkeit, aber auch der Augenhöhe.“

So sei es ihm wichtig, seinen Angestellten auf Augenhöhe zu begegnen, sich nicht aufgrund seiner Funktion „für etwas Besseres“ zu halten und gegenüber seinen Angestellten, Lieferanten und Kunden ehrlich und verlässlich zu sein. Mit Blick auf den Mehrwert seiner Orientierung aus dem christlichen Glauben heraus betont der Ensinger-Chef:

„Für mich bedeutet der Faktor C, mit Jesus Christus gemeinsam unterwegs zu sein.“

An beruflich entscheidenden Stellen habe er erlebt, wie seine Beziehung zu Jesus Christus ihm Orientierung gibt, schilderte Frank Lehmann weiter.

siehe HIER

 

 

Im aktuellen Interview mit der Ludwigsburger Kreiszeitung sprach Frank Lehmann darüber, wie konkret für ihn Gottes Segen ist – und wie er seinen Glauben im Alltag lebt.

Als Chef eines Unternehmens mit rund 180 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro ist er sich bewusst, welche Verantwortung mit seiner Funktion einhergeht. Gerade in beruflich herausfordernden Situationen sei er sich gewiss, „nicht allein“ zu sein. Dabei ist er überzeugt:

„Mit Gott gibt es immer einen Weg, einen Ausweg.“

Gottes Segen sei für ihn „nichts Abstraktes, sondern erlebte Realität“, erklärte der 45-Jährige mit Blick auf bewältige Herausforderungen im Berufsleben.

Seine Beziehung zu Gott pflegt er im Gebet und durch Lesen in der Bibel. Am Morgen „mit einem geistlichen Aufwind“ zu starten, habe Auswirkungen auf die Gestaltung des Tages, zeigt sich Frank Lehmann gegenüber der Ludwigsburger Kreiszeitung gewiss.

Danach gefragt, was unserer Gesellschaft verloren gehe, wenn die Bedeutung von Religion, Christsein und Glaube weiter abnehmen würde, erinnert Lehmann zunächst daran, dass das Grundgesetz „von christlich geprägten Menschen verfasst wurde und die Bundesrepublik über Jahrzehnte geprägt hat“. Weiter warnt er, dass bei andauerndem Bedeutungsverlust des christlichen Glaubens unserer Gesellschaft, die Mitte, der Zusammenhalt und die Hoffnung verloren gehen würden. Eine atheistische Welt sei „ziemlich hoffnungslos“, merkt der 45-Jährige weiter an und betont:

„Wo die Hoffnung verloren geht, geht auch Perspektive verloren.“

 

Quellen: lkz.de, vkz.de, dreso.com, faktor-c.org, stuttgarter-nachrichten.de, instagram.com