Hape Kerkeling: „Mich persönlich macht mein Glaube glücklich“
Seit 26. März läuft Hape Kerkelings neuer Kinofilm „Horst Schlämmer sucht das Glück“ bundesweit in den Kinos, in dem auch der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki einen Gastauftritt hat (wir berichteten). Kürzlich sprach Hape Kerkeling im Interview mit katholisch.de über seinen neuen Film und äußerte sich dabei auch zu seiner Sicht auf die Kirche und die Bedeutung des Glaubens in seinem Leben.
Der 61-jährige Entertainer berichtet gegenüber katholisch.de, dass er bereits an seinem 16. Geburtstag aus der katholischen Kirche ausgetreten ist. Auch wenn er die Sakramente der Taufe, Erstkommunion und Firmung empfangen habe und den Empfang des Sakraments der Krankensalbung nicht ausschließen wolle, glaube er nicht, dass er nochmal in die Kirche eintreten werde.
Religion und Glaube können die Menschen glücklich machen, andererseits auch missbraucht werden, erklärt Kerkeling und führt weiter aus, dass der Glaube „das mächtigste Instrument auf diesem Planeten“ sei, um Menschen Glück zu bereiten oder auch das Gegenteil zu bewirken. Da der Mensch irre und einen freien Willen habe, führe Religion und Glaube „nicht automatisch zum Glück“, fügt der Entertainer an.
Der Glaube an Gott ist für Hape Kerkeling persönlich von Bedeutung. 2001 pilgerte er den Jakobsweg. 2006 ließ er im Bestseller „Ich bin dann mal weg“ an seinen dabei gemachten Erlebnissen teilhaben und berichtete von einer tiefgehenden Erfahrung der Nähe Gottes (wir berichteten).
Im Interview mit katholisch.de ließ Kerkeling nun zur Wirkung seines Glaubens wissen:
„Mich persönlich macht mein Glaube glücklich.“
Dabei sei sein Glaube „natürlich nicht“ losgelöst von kirchlichen Bindungen, was der 61-Jährige wie folgt begründet:
„Ich bin gelernter Katholik. Ich kann ja nicht verleugnen, dass ich katholisch erzogen und mit allen Segnungen dieser Kirche versehen bin.“
Seine katholische Prägung wolle er auch gar nicht ablegen. Er habe „nicht das Gefühl, dass ich in dieser Hinsicht indoktriniert wurde oder mit Propaganda belegt wurde“, schildert Kerkeling und betont, das in dieser Werteorientierung „schon vieles sehr viel Sinn gemacht“ habe. Überhaupt sei die Art und Weise, wie in Köln der katholische Glaube verankert ist, „nicht das Ungesündeste“ und könnte seiner Meinung nach ein Vorbild für die Weltkirche sein. Zur sich darauf anschließenden Frage, ob dies nicht verschwinden würde, wenn immer mehr Menschen aus der Kirche austreten, gab der Entertainer zu bedenken, dass seiner Auffassung nach der Austritt bei vielen Menschen, nicht aufgrund eines Mangels an Glauben, sondern aufgrund einer Unzufriedenheit mit der Institution und ihrer Vertreter geschehe.
Quelle: katholisch.de


