Sandy Mölling: „Zum Glauben habe ich einen festen Bezug“
Die Pop-Sängerin Sandy Mölling, die im Jahr 2000 als Mitglied der Girlgroup „No Angels“ bekannt wurde, spielt aktuell im Musical „Die Päpstin“ im Metronom Theater Oberhausen die Hauptrolle der Päpstin Johanna – eine legendäre Gestalt des Mittelalters, für deren Existenz es keine historischen Belege gibt. In Interviews zu diesem Musical sprach die 45-Jährige aktuell über ihre Rolle. Dabei äußerte sie sich auch zu ihrem Verhältnis zu Glaube und Kirche.
Mit der ARD-Doku „Das sind WIR!“ sind die „No Angels“ zurzeit in aller Munde. No-Angels-Mitglied Sandy Mölling steht überdies seit 2010 regelmäßig auf Musical-Bühnen. Die Päpstin Johanna spielt sie nach 2019 und 2025 nun bereits zum dritten Mal.
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Im Interview mit der Fuldaer Zeitung erklärt Sandy Mölling, dass die Rolle der Päpstin bisher ihre „absolute Lieblingsrolle “ unter den von ihre bis heute gespielten Musicalfiguren ist und sie allgemein die Rollen mit religiösem Bezug sehr gerne spiele. Die 45-jährige Darstellerin spielte im Musical „Jesus Christ Superstar“ die Maria Magdalena, in „Vom Geist der Weihnacht“ den Engel und aktuell ist sie als Päpstin Johanna zu sehen. Gegenüber der Fuldaer Zeitung lässt Sandy Mölling wissen, dass diese Figuren ihre „liebsten Rollen“ seien, weil sie sich „voll und ganz mit ihnen“ identifizieren würde. Dazu betont sie:
„Diese Rollen zu spielen, macht was mit mir. Ich fühle mich lustigerweise Gott tatsächlich näher, wenn ich Maria Magdalena oder Johanna spiele. Denn diese Stücke, die ja auch ein bisschen kontrovers sind, aber durchaus zur Geschichte der Kirche gehören, erinnern doch daran, dass vor Gott alle Menschen gleich sind.“
Im Interview mit t-online.de berichtet Sandy Mölling, dass sie katholisch getauft, jedoch mittlerweile aus der Kirche ausgetreten sei. Ihr Kirchenaustritt habe aber nichts mit einem Glaubensverlust zu tun, erklärt die Sängerin und benennt ihr Unverständnis für das System der Kirchensteuer als Grund für ihren Austritt. Wenn im Gottesdienst bei der Gabenbereitung der Klingelbeutel herumgereicht wird, gebe sie aber „sehr gerne etwas“, merkt die Sängerin an.
Überdies zeigt sie sich vom Wirken von Papst Leo XIV. angetan. Dazu erklärt die Päpstin-Darstellerin:
„Hoffnungen für die katholische Kirche verbinde ich mit dem aktuellen Papst. Ich mag ihn unglaublich gern, er steht für die richtigen Dinge ein. Er ist herzlich und menschlich.“
Das, was Papst Leo ausstrahlt, fehle „in vielen Bereichen unserer Gesellschaft“, so Mölling.
Zur Bedeutung des Glaubens in ihrem Leben, lässt die 45-Jährige wissen:
„Zum Glauben habe ich einen festen Bezug.“
Sich selbst bezeichnet die Sängerin als „spirituell“. Sie glaube, dass jede Religion tolle Glaubenssätze mit sich bringe. Wenn Religion aber für Korruption und Macht missbraucht werde, sei das schade und habe „mit Glauben nichts mehr zu tun“, schildert Sandy Mölling im Interview mit t-online.de.
Quellen: fuldaerzeitung.de, t-online.de


