Aktuell berichtet katholisch.de, dass kein Klassik-Interpret je so erfolgreich wie Andrea Bocelli war und der Italiener dies jedoch nicht als seinen Verdienst ansieht. Millionen Plattenverkäufe und Auftritte vor Päpsten hätten einen anderen Ursprung, so Bocelli.

Am 25. August tritt Andra Bocelli im Dubliner Stadion Croke Park beim Weltfamilientreffen auf, an dem auch Papst Franziskus teilnehmen wird.

Auf das Konzert mit Papst Franziskus als Zuhörer freut sich der Star-Tenor sehr. Im Interview mit „Vatican News“ (Donnerstag) sagte der 59-jährige dazu:

„Es ist ein Privileg, denn vor dem Heiligen Vater zu singen, ist eine große Freude.“

In der Gegenwart „von derart charismatischen Persönlichkeiten wie dem Papst“ fühle man sich schließlich wohl.

Auf seinen steilen Karriereweg bis hin zum erfolgreichster Klassik-Interpret aller Zeiten bildet sich Bocelli nicht viel ein, weil er dafür vor allem Gott verantwortlich sehe, beteuerte der Italiener im Interview mit „Vatican News“. Dazu sagte er weiter:

„Der Gesang, die Stimme, so wie alle Talente dieser Welt, sind eine Gabe Gottes, daran besteht kein Zweifel.“

Der Mensch erreiche generell nichts aus eigenem Verdienst, sondern weil es ihm gegeben wurde, so Bocelli. Und weiter erklärte er:

„Also gibt es in diesem Sinn keinen Grund, stolz auf irgendetwas zu sein. Man muss dafür danken und basta!“

Dafür gehöre laut Bocelli auch, an die göttliche Schöpfung des Menschen zu glauben. Es sei eine „geistige Verirrung“, zu denken, dass die Menschen nur Produkte des Zufalls seien. Dazu fährt er mit einem beeindruckenden Vergleich fort und sagt:

„Das (An Zufall zu glauben) wäre ein bisschen so, als würde man sich der Pieta von Michelangelo gegenüber sehen und leugnen, dass diese einen Schöpfer hat, das heißt also mehr oder weniger zu meinen, dass man diese Statue eines Tages so gestaltet in den Bergen gefunden hat, weil der Zufall sie gemeißelt hat.“

Quelle: katholisch.de