Sänger Andreas Gabalier gab gestern mit seiner „Volks Rock’n’Roll“-Show ein viel umjubeltes Konzert im Münchner Olympiastadion vor 70.000 Zuschauern. Gegen Ende des Konzerts bedankte er sich bei Gott („Dem Herrgott sei gedankt“), dass er nach überstandener Verletzung das Konzert spielen konnte sowie für den Verlauf seiner Karriere und dass er nun schon zum dritten Mal im Olympiastadion spielen darf.

Andreas Gabalier wurde im christlichen Glauben erzogen. Dazu sagte er in einem früheren Interview einmal:

„Ich habe den Glauben von zu Hause mitbekommen. Ich bin gläubig, wenn auch nicht so wie meine Mutter.“

In seinem Privatleben musste Gabalier lernen, mit existenziellen Krisen umzugehen. Sein Vater nahm sich 2006 das Leben. 2008 beging seine Schwester ebenfalls Suizid. Im aktuellen Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagte er, dass der Glaube an Gott ihm Halt und Orientierung gerade in schwierigen Situationen gibt, und sagte:

„Nach dem Verlust des Vaters und der kleinen Schwester hätte ich das ohne den Glauben nicht meistern können.“

Trost findet er im Glauben, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist, was er in seinem Lied „Amoi seg ma uns wieder“ wunderschön zum Ausdruck bringt.  Zum Umgang mit seiner Trauer und seiner Glaubenspraxis sagte er aktuell gegenüber der Süddeutschen:

„Ich bete hier und da, gehe gerne in die Kirche und zünde ein Licht an in den Städten, wo ich spiele.“

Das christliche Kreuzsymbol ist ihm persönlich wichtig. In seinem Haus in Graz hänge etwa ein Kreuz. Dennoch empfinde er es mit Blick auf den bayerischen Kreuzerlass als „sehr traurig“, dass das Christuskreuz „politisch instrumentalisiert“ werde.

Quelle: sueddeutsche.de und Konzertbericht von Thorsten Kosian