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Der BVB-Boss Hans Joachim (Aki) Watzke feiert heute seinen 60. Geburtstag. Das nahm die Bild-Zeitung für ein Story über ihn zum Anlass. Dabei wird auch auf seinen Glauben Bezug genommen. Auch wenn er nicht regelmäßig in die Kirche gehe, sei er gläubig, so Watzke.

Als Christ positioniert sich Aki Watzke aktuell für die Kampagne „Jedes wir beginnt mit mir! Christinnen und Christen gegen Antisemitismus“, die gerade auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag gestartet ist.

Bereits in der Vergangenheit äußerte sich der Boss von Borussia Dortmund in Interviews gegenüber dem Spiegel, der Bild sowie der FAZ zu seinem Glauben.

Im März 2013 antwortete er im Spiegel-Interview, auf die Frage, ob er gläubig sei, wie folgt:

„Ich bin katholisch und behaupte, einen ganz guten Draht zur Kirche zu haben.“

Weiter sagte er, dass er „nicht alles Kirchliche unkritisch“ sehe, aber auch keiner sei, der „krampfhaft“ nach Fehlern suche, um Argumente für den Kirchenaustritt zu haben und keine Kirchensteuer zu zahlen.

Zu seinem Gottesbild ließ er in dem Interview durchblicken, dass er nicht für Siege beten würde oder eine Kerze vor einem wichtigen Spiel aufstellen würde. Dazu erklärte er:

„Der liebe Gott gehört allen, zu beten, dass man gewinnt oder ein gutes Los bekommt – das funktioniert nicht. Daran glaube ich nicht.“

Im Dezember 2011 nahm Aki Watzke an einer Bild-Serie mit Fragen über Gott und die Welt teil. Damals bekannte er auf die Frage, wie er es mit dem biblischen Gott halte:

„Ich bin gläubiger Katholik, versuche öfter den Gottesdienst zu besuchen.“

Das gelinge ihm aber aufgrund des Fußball-Terminplans nicht regelmäßig. Die Christmette an Weihnachten habe er aber bis dato in seinem Leben niemals verpasst.

Nach der Existenz eines Fußballgotts gefragt, betonte Aki Watzke entschieden:

„Einen Fußballgott gibt es nicht. Jede höhere Instanz muss neutral sein, es wäre frevelhaft anzunehmen, Gott würde sich auf die Seite eines Vereins schlagen.“

Weiter sagte er in diesem Interview, dass er „nicht klassisch fromm“ sei, aber seinen Alltag nach christlichen Werten zu leben versuche. „Respekt vor anderen Menschen“ und die „Bereitschaft, jemandem zur Versöhnung die Hand zu reichen“ sowie Liebe, die „von tiefem Vertrauen geprägt“ ist, nannte er dabei als ihm sehr wichtige Werte.

Im Mai 2012 sprach er im Interview mit der FAZ über Werte wie Tüchtigkeit und Dankbarkeit und ließ dabei sein Gottvertrauen durchklingen. Damals sagte er, dass er dankbar für sein Leben, das „bisher völlig ohne Brüche verlaufen“ sei, so Watzke. Dies empfindet er als außergewöhnlich und mache ihn demütig. Dazu äußerte er:

„Ich bin gläubig – und deswegen weiß ich, wem ich dafür danken muss.“

In diesem Zusammenhang betonte Aki Watzke, dass er „natürlich auch tüchtig“ sei, was aber nicht entscheidend sei. Mit Blick auf Einflüsse, die nicht in der Hand des Menschen stehen, sagte er weiter:

„Denn auf der Titanic waren bestimmt auch sehr viele tüchtige Menschen.“

Quellen: bild.de (1), ekd.de, spiegel.de, bild.de (2), faz.net, kirche-im-swr.de