Foto: Image by Todd Poirier from Pixabay

Der Weltstar und U2-Frontman Bono sprach kürzlich mit dem TV-Sender CBS über Literatur. Dabei erwähnte er auch, dass er seinen Kindern aus der Bibel vorgelesen habe. Dazu sagte er:

„Wir lasen unseren Kindern die Eugene Peterson-Version der Bibel vor.“

Die Bibelübersetzung in zeitgemäßer Sprache war das Hauptwerk des bekannten US-Theologen Eugene Peterson, der am 22. Oktober 2018 im Alter von 85 Jahren verstarb. Zusammen Eugene Peterson drehte Bono einen 20-minütigen Film über die Psalmen, der im Jahr 2016 veröffentlicht wurde. Mehr dazu siehe im Video unten!

Dass er selbst in der Bibel lese, um mehr über Gott zu erfahren, bekannte Bono bereits vor Jahren in einem Interview (Quelle: YouTube.com).

Damals sagte er:

„Jesus ist mein Weg, Gott zu verstehen.“

Wichtig ist ihm selbst auch das Gebet. Dazu sagte er einmal:

„Ich bete, um den Willen Gottes zu erfahren. Dann haben die Gebete die größere Chance durchzukommen.“

Er bete auch mit seinen Kindern und für andere Menschen, gehe manchmal mit seiner Familie am Sonntagmorgen in die Kirche und lese in der Bibel, sagt er damals weiter.

Bono, der sich seit vielen Jahren, für Ärmsten dieser Welt einsetzt, begründet seinen Antrieb dafür auch im christlichen Glauben. Mit Verweis auf die Bibel sagte er vor Jahren einmal:

„Wenn dein Bruder arm wird, sagt die Bibel, und nicht für sich sorgen kann, dann sollst du für ihn sorgen. Du sollst ihm Geld ohne Zinsen leihen und ohne Gewinnabsichten zu essen geben. (…) Was Jesus meinte ist ein Zeitalter der Gnade, in dem wir noch immer leben. Gott mag in unseren Villen anwesend sein, das hoffe ich. Er mag in allerlei umstrittenen Dingen bei uns sein. Aber in einem sind wir uns alle einig, alle Glaubensrichtungen und Ideologien: Gott ist bei den Schwachen und Armen. Gott ist in den Slums und in den Kartonhütten, dem Zuhause der Armen. In der Stille der Mutter, die ihr Kind mit einem tödlichen Virus infiziert hat. Gott ist in den Schreien unter den Trümmern des Krieges. Gott ist in den Ruinen verpfuschter Chancen und Leben. Und Gott ist mit uns, wenn wir bei ihnen sind.“ (Quelle: YouTube.com)

In diesem Zusammenhang betonte Bono vor einigen Jahren auch seine Bewunderung für Papst Johannes Paul II., in dem er sagte:

„Der beste Frontmann, den die katholische Kirche je hatte. Ein großartiger Unterhalter, ein begnadeter Ideenvermittler, auch wenn man nicht immer mit allem übereinstimmte, ein großer Freund der Armen der Welt – so habe ich ihn kennen gelernt. Es ist schwer vorstellbar, dass die Schuldenerlass-Kampagne ohne Johannes Paul II. so erfolgreich verlaufen wäre.“

Zu seinem persönlichen Glauben sagte Bono einmal, dass es für einen Christen eine wichtige Frage sei, wer Christus war und dass diese Frage nicht mit der mit der Antwort abgetan werden könne, dass Jesus ein großer Denker oder Philosoph gewesen sei. Jesus habe selbst gesagt, dass er der Messias und Sohn Gottes sei. Dazu betonte Bono weiter:

„Und ich finde es schwer zu glauben, dass hunderte Millionen von Leben – ja die halbe Erde – während 2000 Jahren von Jesus berührt und inspiriert wurden, und da soll nicht eine göttliche Kraft dahinter sein. Das glaube ich nicht.“

Er glaube, dass Jesus göttlich sei. Auch glaube er, dass Jesus physisch vom Tod auferstanden ist. Er habe „kein Problem mit Wundern“, so Bono weiter.

Über das Weihnachtsfest sagte der U2-Sänger einmal:

„Allein der Gedanke, dass eine Macht der Liebe und Logik für die Entstehung des Universums verantwortlich ist, überwältigt einen. Aber der Gedanke, dass es genau diese Liebe und Logik war, die sich uns in einem Baby vorstellt, das in Stroh und Armut geboren wurde, zwingt mich förmlich auf meine Knie! Ich staune einfach darüber. Das ist der Grund, warum ich glaube.“

Nach einem drei-stündigen Gespräch mit Bono sagte der Bibel-Übersetzer Eugene Peterson im Jahr 2016, dass er in Bono einen Glaubensbruder empfunden habe:

 

Quellen: livenet.ch (1), livenet.ch (2), kath.net, YouTube.com (1), livenet.ch (3), YouTube.com (2), pro-medienmagazin.de, jesus.ch, bbc.co.uk, soulsaver.de, catholicnewsageny.com