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Der CDU-Politiker Hermann Gröhe hat Christen dazu aufgefordert, ihren eigenen Glauben erkennbar zu leben. Er war einst Gesundheitsminister und ist heute stellvertretender Unionsfraktionschef und Sprecher für Fragen der Religion.

Im Interview mit dem christlichen Medienmagazin Pro gibt Hermann Gröhe folgendes zu bedenken:

„In vielen Teilen der Welt erleiden Christen Bedrängnis und Verfolgung. Dagegen braucht es bei uns nicht viel Mut, sich zum eigenen Glauben zu bekennen. Wir sollten dies – manchen dummen Sprüchen zum Trotz – beherzt tun!“

Zudem fordert er mehr Engagement im Einsatz für die Religionsfreiheit und betont:

„Antisemitismus und religiös begründete Gewalt gilt es entschlossen zu bekämpfen. Wir dürfen als Christen aber auch dankbar sein, in einem Staat zu leben, der sich der Religionsfreiheit verpflichtet weiß.“

Auch stört es ihn, wenn in den Medien evangelikale Gruppen „unfair als Fundamentalisten abgestempelt wurden, um sie in die Nähe von gewaltbereiten Islamisten zu rücken“. Dazu sagt er weiter:

„Ich möchte, dass wir die christliche Prägung dieses Landes erhalten und dafür ist ein gelebter und einladender Glaube eine notwendige Kraftquelle.“

2009 bekannte Hermann Gröhe in einem Interview mit Der Welt:

„Der Glaube an Jesus Christus gibt mir Halt im Leben.“

Darauf im Pro-Interview angesprochen, verbunden mit der Frage, woher sein Glaube komme, äußert Hermann Gröhe, dass er in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen ist. Der Besuch des Kindergottesdienstes und das Reflektieren der Kinderbibel sei schon im Grundschulalter selbstverständlich gewesen. Nach seiner Konfirmation war er in der evangelischen Jugend seiner Heimatgemeinde aktiv. Wichtige Impulse habe er auch von gläubigen Menschen in seiner Verwandtschaft erfahren. Weiter bekennt er:

„Die Begegnung mit überzeugten Christen, und nicht ein dramatisches Bekehrungserlebnis, hat dazu geführt, dass ich meinen Glauben immer bewusster leben wollte. Ich habe die Erfahrung machen dürfen, dass Gottvertrauen trägt – auch in Zeiten von Zweifel, Krise und Anfechtung.“

Das komplette Interview, in dem Hermann Gröhe auch verraten hat, warum der Abschied aus dem Ministerium geschmerzt hat und warum er kein Verständnis für Christen hat, die sich in der AfD engagieren, gibt’s im christlichen Medienmagazin „Pro“ (4/2018).

Quelle: pro-medienmagazin.de