Der armenisch-französische Chansonnier, Liedtexter, Komponist und Filmschauspieler Charles Aznavour ist gestorben. 1924 kam der französische Sänger in Paris als Kind von Armeniern zur Welt, die dem Völkermord in der Türkei entkommen waren. Während des Zweiten Weltkriegs versteckten seine Eltern im besetzten Paris Juden, Deserteure und Widerstandskämpfer vor der Gestapo. Dem christlichen Magazin Chrismon gab er im Dezember 2017 eines seiner letzten Interviews und sprach dabei auch über die Bedeutung von Religion für das menschliche Leben.

Dabei sagte Charles Aznavour, dass Armenier sich an Juden ein Beispiel nehmen können. Diese könnten, wenn man sie nach Israel frage, immer etwas erzählen, während „längst nicht alle Armenier“ ihre Geschichte kennen würden. Es sei so wichtig, dass „Menschen ­wissen, woher sie stammen“. Dazu führte er weiter aus:

„Eltern sollen Re­ligion und Muttersprache weitergeben. Die ­Religion hält die Kinder auf dem richtigen Weg, die Sprache öffnet ihnen die Welt.“

Auf die anschließende Rückfrage bekräftigte Aznavour:

„Gott hat viele Namen: Dieu, Allah, Shiva. In Gottes Namen zu kämpfen ist Sünde. Gott fordert niemanden auf, Menschen umzubringen.“

Quelle: chrismon.evangelisch.de