Constantin Schreiber: „Die Suche nach etwas Größerem bleibt“
Aus einem Zimmer auf den Felsendom in Jerusalem blickend postete der Journalist und Schriftsteller Constantin Schreiber berührende Zeilen, die Hoffnung, Demut und Trost in sich bergen.
In Jerusalem begegnen sich viele Kulturen der Antike und Moderne. Die Altstadt ist in das jüdische, christliche, armenische und muslimische Viertel gegliedert und von einer aus osmanischer Zeit stammenden Befestigungsmauer umgeben. Die Mauern der Altstadt umschließen einige bedeutende Orte der drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam: die Klagemauer, die Grabeskirche und die Al-Aqsa-Moschee mit dem Felsendom (Quelle: wikipedia.org).
Auf seinem Instagram-Account sendete Constantin Schreiber, der von 2021 bis 2025 Nachrichtensprecher der Hauptausgabe der Tagesschau um 20 Uhr war, nun einen Post zum Ort Jerusalem, „an dem sich Geschichte, Glaube und Sehnsucht überlagern“, so der 46-Jährige. Zu einem Bild aus einem Zimmer in Jerusalem mit Blick auf den Felsendom, schreibt der ehemalige Tagesschausprecher, dass dieses Bauwerk, das im 7. Jahrhundert unter den Umayyaden errichtet wurde, ein Jahrhunderte überdauerndes Symbol sei. Dieses „Heiligtum“ habe Herrschaftsreiche „kommen und gehen sehen – frühe islamische Herrschaft, die Zeit der Kreuzzüge, die langen Jahrhunderte des Osmanischen Reiches bis hin zur komplexen Gegenwart“, schildert Schreiber und betont, dass das Heiligtum noch immer dastehe. Weiter schreibt er:
„Dieselben Mauern, die Konflikte und Brüche erlebt haben, tragen auch Stimmen, Gebete und das leise Leben der Menschen, die hier jeden Tag ihren Alltag gestalten.“
Jerusalem zeige, „dass Geschichte nichts Abgeschlossenes ist“, was wiederum „etwas Demütigendes und zugleich Tröstliches“ inkludiere, reflektiert der 46-jährige Schriftsteller und Journalist. Trotz aller Spannungen, offener Fragen und Widersprüche gebe es eben auch Beständigkeit, die sich in Bauwerk des Felsendoms manifestiert. Dazu resümiert Constantin Schreiber:
„Das Licht fällt noch immer auf dieselben Steine wie vor Jahrhunderten. Die Suche nach Sinn, nach Verbindung, nach etwas Größerem bleibt.“



