Günter Bechly ist Paläontologe und Entomologe, der mit fossilen Insekten (insbesondere Libellen) arbeitet. Er war von 1999 bis 2016 wissenschaftlicher Kurator für Bernstein und fossile Insekten am Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart.

Interessant ist der Perspektivwechsel im Weltbild von Günter Bechly im Laufe seiner Forschungen. Als ehemaliger „absoluter Atheist“ und „großer Fan“ des radikalen Atheisten und Evolutionsbiologen Richard Dawkins wurde Bechly aber im Lauf seiner biologischen Forschungen ein Verfechter des Schöpfungsglaubens und ist heute überzeugter Christ.

Diese Entwicklung in seinem Denken beschreibt er aktuell im Magazin Livenet mit dem Titel „Evolutionsbiologe beginnt zu zweifeln: ‚Die Theorie der Schöpfung ist wahrscheinlicher'“.

Überzeugt von der Annahme eines Schöpfers habe ihn „das mathematische Argument“. Dazu erklärt der 55-jährige:

„Aufgrund des Fossilberichtes stehen für bestimmte Übergänge verschiedene Zeitfenster zur Verfügung. Man hat den mathematischen Apparat der Populationsgenetik und kann berechnen, wie lange es dauert, bis sich eine bestimmte Mutation in einer bestimmten Population durchsetzt. Doch nach dieser Berechnung hätte die Entwicklung der Wirbeltiere länger gedauert, als das Universum existiert.“

Dies und weitere Forschungen führte ihn zu der Erkenntnis:

„Ich musste zugeben, dass es wissenschaftlich gesehen bessere Argumente für eine Schöpfung gab als dagegen.“

Dann begann Bechly dem Schöpfer im christlichen Glauben nachzugehen und bezeichnet sich heute als gläubigen Christen. Dieses Bekenntnis brachte ihm enorme berufliche Nachteile, die er in seinem Beitrag im Magazin Livenet detailliert schildert. Von seiner wissenschaftlichen Erkenntnis bzw. Gewissheit im Glauben abzuweichen kam für ihn nicht in Frage. Dazu betonte er:

„Als Wissenschaftler überzeugen mich eben Fakten. Selbst wenn diese ergeben, dass es einen Schöpfergott gibt.“

Die komplette, sehr lesenswerte Darlegung von Günter Bechly gibt’s unter livenet.de