Der ehemalige Nationalspieler und Ex-VfB-Profikicker Cacau war aktuell als Gast zu einem Gespräch über Integration und Vielfalt an der Fachschule für Sozialpädagogik in Waiblingen. Dort sprach er vor Schülerinnen und Schülern auch über seinen Glauben an Gott.

Cacau wuchs in sehr ärmlichen Verhältnissen mit seinen zwei Brüdern in einem Slum nahe der brasilianischen Großstadt Sao Paolo auf. Das Nötigste zum Leben hätten sie zwar gehabt, da der Vater aber alkoholabhängig und der Mutter gegenüber gewalttätig gewesen sei, habe er jede freie Minute mit seinen Brüdern auf den Straßen verbracht und gekickt, sagte der heute 36-jährige: „Dort haben wir uns frei gefühlt und den Alltag einfach vergessen.“

Damals wurde ihm auch klar, dass er nur als Fußballprofi aus aus diesen Verhältnissen herauskäme. Als ihm mit sechszehn Jahren sein Trainer mitteilte, dass er zu untalentiert sei und ihn aus der Mannschaft nahm,  sei für ihn eine Welt zusammengebrochen. In dieser Zeit habe er viele Fragen gestellt. Heute betont Cacau:

„Ich habe gelernt, dass Gott gar nicht so weit weg ist, wie ich immer dachte.“

Für ihn habe sich alles verändert. Er habe festgestellt, dass er als Mensch einen Wert habe.

„Das Leben ist für mich seit dieser Zeit viel mehr als nur Fußball.“

Im Fußball schaffte es Cacau bis zum Nationalspieler. In der Zeit zwischen 2009 und 2012 trug er 23-mal das Trikot der Nationalelf und schoss dabei 6 Tore. In den Vereinen, für die er in der Bundesliga spielte, war er stets Publikumsliebling.

Nur einmal sei er von den eigenen Fans böse beschimpft worden, als er beim Finale des DFB-Pokals wegen einer Tätlichkeit vom Platz gestellt worden war. Dazu führte er weiter aus:

„In diesem Moment habe ich mich über mich selbst geärgert. Aber ich wusste, Gott liebt mich, egal, was ich tue.“

Dieses Selbstvertrauen und die Kraft, die ein Mensch aus dem Glauben schöpfen könne, wolle er weitergeben. Und genau deshalb sei er hier.

Quelle: stuttgarter-nachrichten.de

 

In einem früheren Interview, zu seiner aktiven Zeit als Profi, sagte Cacau in einem Interview mit David Kadel einmal:

„Kein Mensch kommt als Christ auf die Welt. Man muss sich entscheiden, ob man mit Gott leben will oder nicht.“

Weiter führte er aus:

„Bei mir hat es damit angefangen, dass mir eines Tages ein Mitspieler von Jesus und über die Liebe Gottes erzählt hat. Ich verstand nicht, was er meinte, aber ich fand es so interessant, dass ich ihn das ganze Wochenende ausfragte. Und die Fragen, wie man Gott entdecken kann, beschäftigten mich seitdem.“

Quelle: fussball-gott.com