Foto: Geoff Ridder, Ferdinand Habsburg, cropped, CC BY 3.0

Der österreichische Rennfahrer Ferdinand Habsburg, der der Urenkel von Kaiser Karl I. von Österreich ist, hat sich aktuell in einem beeindruckend geführten Interview mit news.at deutlich zu seinem katholischen Glauben bekannt. Eine besondere Rolle auf seinem Weg zum Glauben spielte auch sein Religionslehrer in seiner Schulzeit.

Der heute 21-jährige wuchs in einer „zutiefst katholischen Familie“ auf. Ein besonderes Glaubensvorbild war für ihn sein Großvater Otto von Habsburg. Dass er ein eigenständiges Interesse am Glauben entwickelte lag auch daran, dass auf seinem Weg im Glauben nicht  „mit Worten ‚belehrt‘ wurde“, sondern dass die Menschen in seinem Umfeld, „in mir die Frage ausgelöst haben, was am Glauben dran ist, die mich dazu brachten, mich mit Religion auseinanderzusetzen“, so Ferdinand Habsburg.

Im Laufe des Heranwachsens vertiefte er seinen Glauben mit der subjektiven Feststellung, dass die glücklicheren Menschen alle spirituell seien. So ließ er sich erst mit 19 Jahren, dafür aber sehr bewusst, firmen. Durch die Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben ist Ferdinand Habsburg sich heute bewusst, dass ihm die christliche Religion „wichtige Grundlagen für das tägliche und spirituelle Leben“ vermittelt. Dazu betonte er im News-Interview weiter:

„Die Lehre der katholischen Kirche hilft mir, meine Beziehung zu meinem Schöpfer laufend weiter zu entwickeln.“

Dabei wird für ihn erfahrbar, „dass es mehr gibt als das, was mit den Händen greifbar ist“. Im Alter zwischen 17 und 19 Jahren habe er „das erste Mal bewusst gespürt, dass es einen Gott gibt“. Sein seelisches Zuhause habe er in diesem Prozess in der katholischen Kirche gefunden. Dazu betonte er:

„Jedenfalls bete ich sicherlich täglich. Einmal ist es vorgekommen, dass mich im Flugzeug jemand auf meinen Glauben angesprochen hat, weil er bemerkt hat, dass ich den Rosenkranz bete. Das war ein interessantes Gespräch.“

Sonntags und an den Feiertagen gehe er fast regelmäßig in die heilige Messe, manchmal gehe er aber auch gerne ganz allein in die Kirche, um zu beten.

Ein entscheidender Faktor auf seinem Weg zu einem vernunftbegründeten Glauben war für Ferdinand Habsburg auch der schulische Religionsunterricht, in dem Schüler mit der Frage nach Gott und existentiellen Lebensfragen konfrontiert werden. So betonte er bei der Frage, wie er zum Glauben gekommen sei, auch:

„Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich in den entscheidenden Jahren einen Religionslehrer hatte, der mich dabei unterstützt hat meinen persönlichen Glauben zu finden.“

Dieser Religionslehrer sei mittlerweile sein „bester Freund“, so Ferdinand Habsburg weiter.

Das Stärkste, was er aus dem Glauben beziehe, sei für ihn die Gewissheit, „dass da ein Gott ist der mich immer liebt“, betonte der 21-jährige im New-Interview weiter.

Auf die Frage, wie er einem Atheisten das Bedürfnis zu glauben erklären würde, sagte Habsburg, dass ein Atheist ebenso das Bedürfnis nach Glauben habe,  „nur dass er eben glaubt, es gibt nur das Hier und Jetzt“, so der 21-jährige.

Er möchte aber niemanden zwingen wollen, gläubig zu sein. Dies gehe auch gar nicht. Für ihn wäre es aber schön, wenn er durch seinen Glauben und sein Vorbild, den einen oder anderen Menschen dazu zu bringen würde, sich mit Gott zu beschäftigen und den Weg zu ihm zu finden.

Im Interview mit News.at betonte Ferdinand Habsburg, dass der Weg im Glauben immer auch mit Zweifel verbunden sei, dass ihn aber „die Phasen des Zweifelns auch immer weitergebracht“ hätten und er „das Zweifeln als eine Art Unterricht begreifen“ würde. Dazu äußerte er weiter:

„Ernsthaften, tiefen Glauben ohne Fragen und Zweifel gibt es meiner Meinung nach nicht. Man muss an sich und seinem Glauben ständig arbeiten.“

Dabei entdeckte er für sich u.a., „dass Gott alles mit Liebe begleitet, was Bedeutung hat“. In diesem Zusammenhang hob er hervor:

„Wir müssen unsere Entscheidungen selbst treffen und unsere Schritte im Leben eigenverantwortlich setzen, aber wenn es darauf ankommt, können wir sicher sein, dass Gott uns begleitet und unser Leben lenkt.“

Und weiter:

„Der Glaube ist Wegweiser zu Gott.“

In der Auseinandersetzung mit Zweifeln sei für ihn das Vertrauen wichtig, „in Jesus gut aufgehoben“ zu sein, so Ferdinand Habsburg – ein beeindruckender junger Mann!

Das komplette, sehr lesenswerte Interview gibt’s unter HIER

Quelle: news.at