Im Gespräch mit Norbert Schäfer und Johannes Weil vom christlichen Medienmagazin Pro erzählte Wolf von Lojewski, der einst sowohl die Tagesthemen als auch das ZDF-heute-jounal moderierte, was er sich von einer guten Nachrichtensendung wünscht und sprach über christliche Inhalte in den Medien und über seinen persönlichen Glauben an Gott.

Auf die Frage, was er sich vom Glauben erhoffe, antwortet Wolf von Lojewski:

„Ich sehne mich danach, irgendwann vor Gott zu stehen und ihm all die Fragen zu stellen, auf die ich jetzt keine Antworten habe. Ich wäre enttäuscht, wenn es nach all dem Schönen und all dem Irrsinn einfach nichts mehr gäbe.“

Zu Glauben sei „ein ewiger Konflikt zwischen Herz und Verstand“. Dabei biete die Wissenschaft „ein Konzept, nach dem sich aus einem unendlichen Nichts Tausende von Galaxien entwickeln, die dann wieder zurückschrumpfen auf die Größe eines Stecknadelkopfs“. Gegenüber einem Erzeugung aus dem Nichts setzt von Lojewski auf den Schöpfergott. Ihm falles es leichter,

„an einen gütigen älteren Herrn zu glauben, der ganz entspannt die Hand hebt und so ein Universum erschafft.“

Und weiter betont der 80-jährige:

„Ich wäre schwer enttäuscht, wenn es Gott nicht gäbe.“

Die erste Frage, die er Gott stellen würde, wenn er vor IHM stehe, bezöge sich darauf, was er einfach nicht kapiert oder falsch gemacht habe. Neugierig ist er aber auch auf die andere Perspektive:

„Was fürde Gott mich fragen?“

Auf diesen Gedanken habe ihn eine Nonne namens Schwester Agnes aus den Elendsvierteln von Durban in Südafrika gebracht. Einem Ort, der ein erschreckendes Pflaster sei und an dem es  „alle Probleme dieser Welt in höchster Konzentration“ gebe. Schwester Agnes, die sich dort für die Armen und Aidskranken einsetzte, wollte bei der Verabschiedung von Wolf von Lojewski wissen, was wohl Gottes erste Frage wäre, wenn sie eines Tages vor ihm stehe. Seine hilflose Antwort sei gewesen, dass Gott wohl fragen würde, ob sie „immer brav gewesen“ sein und fest im Glauben gewesen sei. Darauf verneinte Schwester Agnes und sagte lachend:

„Mich wird er als erstes fragen: ‚Hat es dir Freude gemacht?‘ Und ich werde fröhlich sagen: ‚Ja.'“

 

Das komplette, sehr lesenswerte Interview gibt’s unter pro-medienmagazin.de