Aktuell beantwortete der Fernsehmoderator Johannes B. Kerner der Bild-Zeitung 97 Fragen, wobei er dreimal auf seine Beziehung zur Kirche einging.

Der 54-jährige äußerte auf eine entsprechende Frage, dass er Kirchengänger sei und den Sonntagsgottesdienst besuche. Dabei schränkte er ein, dass er dies aber nicht jeden Sonntag tue. Weiter gab er an, dass er Papst Franziskus „besser als seinen Vorgänger“ finden würde. Auch habe die Kirche seiner Meinung nach eine Zukunft, wenn sie Frauen mehr in die Verantwortung nehmen würde.

Auf die Frage, wohin er gehe, um alleine zu sein, antwortete Kerner:

„In die Kirche, wenn keine Messe stattfindet.“

Im Jahr 2004 nahm Johannes B. Kerner im Buch „Wir glauben“ neben 13 weiteren Persönlichkeiten wie u.a. dem Hamburger Alt-Bürgermeister Ole von Beust und dem Moderator Jörg Pilawa Stellung zu seinem Glauben. Bereits damals betonte er:

„Glaube ist ein wichtiges Thema für mich.“

Zwar dominiere der Glaube an Gott und die Bibel nicht in seinem Leben, „aber er spielt eine große Rolle“. Er habe im Laufe der vergangenen Jahre zum Glauben zurückgefunden, stehe aber weiterhin zu seinem Austritt aus der katholischen Kirche, so Kerner damals.

Mittlerweile ist Johannes B. Kerner wieder in die katholische Kirche eingetreten. Dazu nahm er im Januar 2013 in einer Sendung von domradio.de Stellung. Nachdem er in der Kindheit im katholischen Glauben erzogen wurde, habe er als junger Mann die katholische Kirche verlassen, weil er auf einige seiner Fragen keine Antworten erhalten habe. Zu seiner Entscheidung des Wiedereintritts sagte Kerner:

„Aber die ausgestreckte Hand, die mir der Kaplan beim Austritt angeboten hat, habe ich nach acht Jahren wieder ergriffen.“

Er bleibe aber ein kritischer Beobachter für all zu starres Denken, so Kerner weiter.

Am Ende der Domradio-Sendung äußerten die Diskussionspartner ihren Wunsch für die Zukunft der Kirche. Johannes B. Kerner betonte damals, dass nicht nur Würdenträger für das Leben in der Kirche verantwortlich seien, sondern auch die Laien. Dazu betonte er:

„Jeder Einzelne hat aus dem Glauben heraus die Verpflichtung, das Evangelium weiterzusagen.“

So setzte er sich bereits 2009 beim Berliner Volksbegehren für den Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach an Berliner Schulen ein. In einer Sonderpublikation der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) für die Initiative „Pro Reli“ schrieb Johannes B. Kerner:

„Religionsunterricht als gleichberechtigtes Unterrichtsfach ist mir wichtig, weil religiöse Toleranz nur aus Kenntnis heraus entstehen kann.“

Quellen: bild.de, abendblatt.de, pro-medienmagazin.de (1), pro-medienmagazin.de (2)