Der Liedermacher Funny van Dannen sprach in einem aktuellen Interview mit dem Magazin Coolibri über seine katholische Prägung. Dabei äußerte sich der 60-jährige religionskritisch, zeigte sich dabei aber durchaus ambivalent. Von Papst Franziskus zeigte sich der Musiker beeindruckt.

In seinen Ledern beschäftige er sich mit Gott und der Welt, so van Dannen. Auf seinem aktuellem Album befinde sich auch ein Lied gegen „diesen religiösen Fanatismus“. Dabei bemerkt er aber:

„Andererseits bin ich aber katholisch erzogen, ich habe einen religiösen Hintergrund. Den nimmt man auch sein Leben lang mit.“

Er sei zwar mittlerweile aus der Kirche ausgetreten, bewertet es aber positiv, „wenn eine Kirche die Menschen verbindet und Frieden stiftet“. Kritisch sowie ablehnend sieht er hingegen die kirchliche Praxis, „wenn in das Leben von Menschen ungut eingegriffen wird“. Er sei aber nicht grundsätzlich gegen die Kirche. Dazu äußerte er:

„Der jetzige Papst zum Beispiel, finde ich, ist ein Segen. Er ist sicher nicht ohne Fehler, aber ich finde, was er macht, hat mit der ursprünglichen Idee des Christentums viel mehr zu tun als das, was viele seiner Vorläufer da auf die Beine gestellt haben.“

Mit dem Glauben an einen personalen Gott tut sich Funny van Dannen aber schwer. Er ist der Meinung, dass man sich „an den Menschen orientieren“ sollte. Gegenüber der TAZ sagte er im Oktober 2018, dass es Religionen für „antiquiertes Gedankengut“ halte und dass er sich am „Stand der Wissenschaft“ orientiere und man „auf diese alten Gottesvorstellungen nicht mehr zurückgreifen“ müsse.

Im Oktober 2018 berichtete der BR über Funny van Dannen. Auch in diesem Beitrag war der Glaube des Musikers Thema. Hier sagte der Sänger:

„Streng genommen bin ich Atheist. Ich glaube nicht an einen Gott, aber ich glaube an Menschen und ich glaube an Naturkräfte. Also, ich bin nicht ungläubig.“

Quellen: coolibri.de, taz.de und br.de