Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, 2018-06-09 Bundesparteitag Die Linke 2018 in Leipzig by Sandro Halank–120, cropped, CC BY-SA 3.0

Im Interview mit dem Tagespiegel hat sich der Linken-Politiker Gregor Gysi, der sich als Heide bezeichnet, zu seiner Sicht über den Glauben an Gott geäußert. Dabei betonte er nicht zum ersten Mal, dass ihn der Gedanke an eine gottlose Gesellschaft beängstige.

Der 71-jährige sagte, dass er es sich „einfach nicht vorstellen“ könne, dass es „den einen, der letztlich für die ganze Schöpfung zuständig ist“, gäbe. Gleichzeitig räumte er ein, dass diejenigen, die nicht glauben, aber ebenso an Grenzen stoßen. Dazu betonte er:

„Wie ist das erste Leben auf der Erde entstanden? Aus etwas Anorganischem kann an sich nichts Organisches entstehen. Jetzt lese ich, durch einen Meteoriten sind vielleicht Bakterien auf die Erde gekommen. Aber woher kamen die Bakterien?“

Wichtig sei grundsätzlich jedoch, dass er nicht an Gott glaube, so Gysi. Dabei räumte er aber ein:

„Ich möchte auch keine gottlose Gesellschaft. Ich fürchte sie sogar.“

Denn es müsse in einer Gesellschaft eine allgemein verbindliche Moral geben, „als der Maßstab im Kopf“. Wenn es keine Religionen gäbe, wenn es die Bergpredigt nicht gäbe, und auch keine breite Kultur und Tradition, „hätten wir keine allgemein verbindliche Moral“, so Gysi.

Dazu hob er hervor:

„Unsere Gesellschaft ohne die Bergpredigt, ohne Weihnachten, ohne Ostern, ohne Pfingsten? Nur staatliche Feiertage und bei einem wird erklärt, er sei der Kindergeschenktag – das geht gar nicht.“

Von der Bergpredigt zeigte sich Gysi des Weiteren Interview besonders beeindruckt.

Quelle: tagesspiegel.de