Im aktuellen Interview mit domradio.de überrascht Gregor Gysi als Atheist mit der Aussage, dass er die Arbeit der Kirchen schätzt und sie sogar für unablässig für das gesellschaftliche Wohl hält. Weiter sieht er es als seine Aufgabe, Papst Franziskus zu verteidigen.

Mit der von ihm vor Jahren geäußerten Aussage „Ich glaube nicht an Gott, aber ich fürchte eine gottlose Gesellschaft“ konfroniert, sagt Gysi:

„Die Kirchen sind in der Lage, allgemeine Moralvorstellungen in der Gesellschaft zu verankern. Wenn es sie nicht gäbe, würde das niemand tun.“

Die Linke sei heute nicht mehr allgemeinverbindlich.

„Deshalb wären wir jetzt ohne die Kirchen eine moralfreie Gesellschaft.“

Papst Franziskus beeindruckt ihn geradezu. Diesbezüglich sagt Gysi u. a.:

„Ich finde Papst Franziskus geradezu fantastisch.“

Franziskus stelle Menschheitsfragen und versuche, diese zu beantworten. Er erinnere an den Ursprung des Christentums, wo es um Gerechtigkeit gegangen sei und darum dass jeder Mensch eine Schöpfung Gottes ist, darum dass es nicht gerechtfertigt ist, wenn es dem einen viel besser geht, als dem anderen. Natürlich habe es über die Jahrtausende Abwege gegeben, aber Papst Franziskus knüpfe da heute wieder an.

 

Das komplette Interview gibt’s unter domradio.de

Weitere Quelle: deutschlandfunk.de