Am 15. November lief im WDR eine, sowohl von den Gästen als auch inhaltlich, hochinteressante Ausgabe der Talkshow „Kölner Treff“, in der auch immer wieder Gott zum Thema wurde. Einer der Gäste war der Mode-Designer und Fernsehmoderator Guido Maria Kretschmer, der bereits in vergangenen Interviews sich als gläubigen Menschen beschrieb.

Im Lauf des Interviews im „Kölner Treff“ berichtete Guido Maria Kretschmer, dass er an einem freien Tag in den Kölner Dom ging, um dort eine Kerze anzuzünden. Weiter erklärte er, dass seiner Ansicht nach jeder Mensch etwas besonderes an sich hat und bei ihm die Empathie „grundangelegt“ sei. Als er von der Talkmasterin Bettina Böttinger nach dem Outfit von Klosterschwester Ursula Hertewich, die auch Gast dieser besonderen Sendung war, gefragt wurde, bekannte der 54-jährige, dass er fast jeden Habit (jede Ordenstracht) von allen Klostergemeinschaften kenne und zeichnen könne. Weiter äußerte er, dass er „großer Fan“ der Ordenstracht sei und sich gut auskenne, weil er selbst in einer Klosterschule war. Er sei ein „Benediktiner-Freund“ und möge auch „die Zisterzienserinnen. Aktuell habe er sogar den Zisterzienserinnen in Marienstern, mit denen er befreundet ist, eine Stoffempfehlung gegeben.

Weiter überraschte er mit der Aussage ein „großer Fan“ von Videos zu sein, in denen Menschen von ihrer geistlichen Berufung berichten. Dazu sagte er:

„Ich kenne fast alle Berufungsvideos auf Youtube, weil ich es sehr gerne sehe, wenn Menschen auf dem Weg sind und sich entscheiden.“

Besonders bewundere er dabei Frauen, die ins Kloster eintreten, weil er dabei feststelle, dass sie sich in besonderer Weise dazu entscheiden.

Im Rahmen der Sendung berichtete dann auch die Klosterschwester Ursula Hertewich über das Leben im Kloster, das sie mit dem Wert der Freiheit verbindet. Weiter sprach Schwester Ursula, die vor ihrem Klostereintritt als Medizinerin arbeitete, darüber, was für sie eine moderne Frau ausmacht. Sichtlich beeindruckt stellten die Showgrößen Mario Barth und Marius Müller Westernhagen interessiert Nachfragen. Mehr zum Auftritt von Schwester Ursula gibt’s im unten angefügten Video zur Sendung von Minute 33 bis 46.

Zwischen Guido Maria Kretschmer und Schwester Ursula Hertewich gibt es sogar Parallelen in der Lebensgestaltung. Bevor Kretschmer sich der Mode widmete, begann er ein Medizinstudium und arbeitete mit Nonnen in einem katholischen Krankenhaus. Zu seiner katholischen Prägung sagte er einmal im Rahmen eines Talkshowauftritts bei Markus Lanz:

„Als Kind habe ich immer, wenn der Ostersegen kam, vor dem Fernseher gesessen und den Segen ‚Urbi et Orbi‘ empfangen.“

Weiter berichtete er:

„Ich bin in einem katholischen Krankenhaus geboren und habe eine Plakette bekommen mit einem Bild mit einer Nonne darauf. Das habe ich meine ganze Kindheit bei mir gehabt. Es war immer bei mir. Ich trage es auch heute noch bei mir.“

Eine klösterliche Einstellung inspiriert Guido Maria Kretschmer auch bei seiner Lebensführung. So sagte er vor 5 Jahren im Interview mit dem Magazin Stadtgeflüster Münster:

„Ich lebe ein kontemplatives, fleißiges Modeleben, ich bin wie ein Benediktiner, ‚Ora et Labora‘, also ‚Bete und Arbeite‘.“

In diesem Sinne äußerte der Modeschöpfer in einem Interview einmal:

„Ich bin wegen anderer Dinge im Leben nervös, nicht wegen der Mode, (…) z.B. Wenn ich Auto fahre, bete ich darum, dass mir niemand reinfährt.“

Seine tiefergehende Lebenseinstellung wird auch mit seinem Blick auf sein Modeempfinden ersichtlich. So betonte er aktuell im „Kölner Treff“, dass Mode erst interessant und sinnvoll wird, wenn ein Mensch dabei ersichtlich wird.

Im Interview dem Magazin desired betonte er:

„Ich glaube, es ist keine Schande, etwas dicker zu sein. (…) Ich glaube, dass das Lebensfreude sein kann und dass der liebe Gott uns alle anders gemacht hat. (…) Ich möchte, dass wir keine Angst mehr davor haben müssen, dass wir alle Size Zero sein sollen, (…) Man darf sich nicht runterhungern auf eine Größe, die der Körper gar nicht will.“

Und im Interview mit dem Magazin Für sie sagte Guido Maria Kretschmer vor 7 Jahren:

„Unser Weltbild sieht so aus, dass wir nur an dünn alles schön empfinden. (…) Eine gesunde Beweglichkeit ist viel wichtiger, als total dünn zu sein.“

Zur Frage, was einen Menschen schön mache, betonte der Modedesigner u.a.:

„Ich muss wissen, wer ich bin. Mich vor den Spiegel stellen und genau gucken: Wen hat der liebe Gott da gemacht?“

Mit den Münchner Kirchennachrichten sprach Kretschmer 2015 über Weihnachten: Am Heiligen Abend versuche er immer in die Christmette zu gehen: Er mag den Gesang und die Stille. Weihnachten sei für ihn ein christliches Fest und für ihn als ein „bisschen gläubiger Mensch“ sei das eine Zeit der Kontemplation.

Auf seiner Homepage schrieb Guido Maria Kretschmer in einem persönlichen Weihnachtsgruß 2017:

„Für mich ist Weihnachten das wichtigste Fest des Jahres.“

Dazu erklärte er u.a.:

„Das besinnliche Fest erinnert vor allem daran, wie wichtig Nächstenliebe ist.“

Weiter schrieb er, dass es ihn besonders erfüllt, „für andere da zu sein“ und „ein guter Freund und Helfer zu sein“.

Im Juli 2016 sagte Guido Maria Kretschmer im Interview mit den Westfälischen Nachrichten:

„Ich werde ruhiger und kontemplativer, tatsächlich, ich werde immer gläubiger.“

Quellen: youtube.com, facebook.com, desired.de, fuersie.de, mk-online.de, guidomariakretschmer.de, muensterschezeitung.de

 

Hier die sehenswerte Ausgabe der WDR-Sendung „Kölner Treff“ vom 15.11.19 mit Guido Maria Kretschmer, Schester Ursula Hertewich, Mario Barth und Marius Müller Westernhagen u.a.: