Harald Lesch: „Eine Religion, die mit einem kleinen Baby beginnt, hat doch eigentlich gar keine Chance“
Zu Weihnachten 2024 sprach der Astrophysiker Harald Lesch im Interview mit der „Zeit“-Beilage „Christ und Welt“ über seine Perspektive auf die Weihnachtsgeschichte (wir berichteten). Zu Weihnachten 2025 nahm die Stuttgarter Zeitung seine Aussagen auf und gestaltete damit einen Artikel zur Bedeutung der Menschwerdung Gottes (siehe HIER).
Im „Christ und Welt“-Interview hatte Harald Lesch dargelegt, dass es zur Zeit der Geburt Jesu eine besondere Himmelskonstellation gegeben habe, die „den Stern von Bethlehem dargestellt“ haben könnten und der „die Sterndeuter im alten Babylon“ nachgegangen sein könnten. Der Astrophysiker und gläubige Protestant betonte aber, dass ihn der Inhalt der Weihnachtsgeschichte überdies beeindruckt. Der grobe historische Rahmen dieser Geschichte stimme „ganz sicher“, zeigte sich Lesch überzeugt und verwies dabei beispielhaft auf die in der Weihnachtsgeschichte benannte Volkszählung unter dem römischen Kaiser Augustus, die es damals gegeben habe. Zudem betonte Lesch, dass man eine Geschichte wie die Weihnachtsgeschichte gar nicht erfinden könne. Dazu erklärte er:
„Eine Religion, die mit einem kleinen Baby beginnt, hat doch eigentlich gar keine Chance: Die ganze Welt ist Mord und Totschlag – und mittendrin liegt ein hilfloses Kind in der Krippe.“
Im „Christ und Welt“-Interview äußerte sich Harald Lesch zudem, wie sein Glaube mit naturwissenschaftlicher Erkenntnis zusammengeht. Diesbezüglich legte er dar, dass die Frage nach Gott bei seinem physikalischen Arbeiten nicht relevant sei. Vielmehr ist diese Frage für ihn mit Blick auf das Woher und auf das Warum des Lebens von Bedeutung, was er wie folgt durchblicken ließ:
„Wie ich mit den Menschen umgehe, da kann es schon einen Unterschied machen, ob ich an Gott glaube oder nicht.“
Quellen: stuttgarter-zeitung.de, zeit.de
Hinweis: Den Artikel der Stuttgarter Zeitung zur Bedeutung der Weihnachtsgeschichte in Anknüpfung an die Aussagen von Harald Lech gibt es HIER.
Im Sommer 2022 sprach Harald Lesch im PromisGlauben-Interview über seinen ihn tragenden Glauben. Dabei schilderte er, wie er im Umgang mit einem existenziellen Ereignis Gottes Nähe erlebte.



