Der Schauspieler Hardy Krüger junior, der durch Fernsehserien wie „Gegen den Wind“ oder „Forsthaus Falkenau“ bekannt wurde, sprach aktuell im Interview mit der Zeitschrift „Gala“ über das existenzielle Ereignis, das vor Jahren sein Leben veränderte. Am 10. Juli 2011 starb sein Sohn Paul-Luca am Tag nach seiner Taufe im Alter von 8 Monaten durch plötzlichen Kindstod. Sein Kind sieht der gläubige Schauspieler im Himmel bei Gott.

Im November 2013 erklärte Hardy Krüger junior im Interview mit der BILD-Zeitung, dass er schlaflose Nächte habe, mit Gott hadere und den Verlust seines Sohnes nicht akzeptieren will. Seiner Verzweiflung verlieh er damals mit folgenden Worten Ausdruck:

„Du lässt dein Kind taufen und ein paar Stunden später ist es tot. Das ist absurd. Anscheinend hat der Himmel einen Engel gebraucht.“

Zudem erklärte Krüger jr., mit Gott zu hadern. Dazu betonte er damals:

„Wer würde das in so einer Situation nicht tun? Auf meinen Armen habe ich Paul-Luca in die Kirche zum Taufen getragen, sieben Tage später im Sarg aus der Kirche wieder heraus. Das ist nicht zu ertragen.“

Gegenüber der Gala berichtet der Schauspieler nun abermals über die dunkle Zeit danach. Dabei zeigt sich der 52-Jährige mit der bis heute nicht wirklich fassbaren Erfahrung versöhnt und verlieh seiner Hoffnung, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, Ausdruck.

Bis heute begleitet ihn der Moment, als er seinen leblosen Sohn fand, was er im Gala-Interview wie folgt beschreibt:

„Diese Bilder gehen nie mehr aus dem Kopf, als Paul-Luca nicht mehr aufwachte. Und sie kommen natürlich immer wieder, nicht nur an seinem Geburtstag oder dem Todestag.“

Trost gibt ihm der Gedanke, dass sein Sohn nicht leiden musste, und die Hoffnung, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Dazu sagte der 52-Jährige:

„Er wollte eben eine Zeit lang bei uns auf der Erde vorbeischauen, und jetzt ist er wieder da oben im Himmel.“

Nachdem insbesondere das Jahr nach dem Verlust hart für ihn war und er dabei versuchte, seine Probleme mit Alkohol zu lösen, kam es zum Wendepunkt und zur Neuausrichtung in seinem Leben, als er begann sich der Situation zu stellen. Dazu erklärte Hardy Krüger jr. rückblickend:

„Heute weiß ich: Das Leben bedeutet Konfrontation und eben nicht einfach weglaufen.“

Durch diese existenzielle Erfahrung habe er „einen ganz anderen Blick auf den Tod“ bekommen und sogar die Angst vor dem Tod verloren. Im Laufe der Zeit kehrten Trost und neue Hoffnung in sein Leben ein:

„Mittlerweile hat der Schmerz etwas Beruhigendes für mich. Ich weiß, dass es Paul-Luca da oben gut geht.“

Dadurch getröstet, sieht er sein Leben heute als Herausforderung, „mein Leben auf eine neue Art weiterleben zu dürfen“, so der Schauspieler. Halt findet er dabei auch im Glauben. Auf die entsprechende Frage antwortet Hardy Krüger jr.:

„Ja, ich glaube daran, dass es etwas Übergeordnetes gibt. Dass für jeden Menschen eine Art Drehplan vorgesehen ist. Ich glaube nicht an Zufälle.“

Im Leben geschehen seiner Meinung nach die Dinge eben, wie sie geschehen. Entscheidend sei das wachsame Erkennen, „dass man auch wieder glücklich sein darf, nachdem einem Schlimmes widerfahren ist“, resümierte der Schauspieler rückblickend.

Quellen: gala.de, focus.de

 

Hier ein aktuelle Insta-Post von Hardy Krüger jr., mit dem er seiner positiven Lebensorientierung Ausdruck verleiht:

 

 

 

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