Der Musiker Henning Wehland, der als Frontman der Rockband H-Blockx bekannt wurde und heute als Solokünstler sowie als Mitglied der Band Söhne Mannheims erfolgreich ist, sprach im aktuellen Interview mit den Westfälischen Nachrichten, wie er die Weihnachtstage verbringt und dass er dabei auch in der Bibel liest.

So berichten die Westfälischen Nachrichten, dass Henning Wehland zu Weihnachten u. a. gerne lese. Dazu bekennt der 47-jährige:

„Die Bibel ist so spannend und das Neue Testament aktueller denn je. Jesus ist ja einer der ersten Flüchtlinge gewesen.“

In der ERF-Sendung „So gesehen“ bekannte sich Henning Wehland im Juli 2014 bereits zum christlichen Glauben und sagte, dass er Kraft aus dem Glauben schöpfe. Dazu betonte er:

„Der Glaube an Gott bedeutet mir schon sehr, sehr viel. Das ist ähnlich wie mit der Musik, das hat viel mit Herzblut zu tun.“

Auf seinem Weg im Glauben machte er jedoch nicht immer nur positive Erfahrungen. So zum Beispiel als er im Alter von 16 Jahren für ein Jahr bei einer Familie in den USA lebte, die sich als fundmentalistische Christen entpuppten, die die Bibel „Wort für Wort als Gesetz“ verstanden und keine Form der Interpretation zuließen. Dazu betonte er rückblickend, dass diese Zeit mit „sehr viel Kopfstress“ verbunden gewesen sei, dass er aber gleichzeitig merkte, wie wichtig ihm der Glaube sei. Als Mitglied der Band „Söhne Mannheims“ singt er in vielen Liedern über den Glauben. Dabei gibt er aber zu erkennen, wie problematisch und alles andere als selbstverständlich das in unserem Land geworden ist. Dazu sagte er:

„Ich hab immer das Gefühl, dass ich mich erklären und entschuldigen muss, weil der Satz ‚Ich glaube an Gott‘ eine sehr große und universelle Bedeutung hat. Aber auch da habe ich mich mittlerweile an die Angst gewöhnt und kann das mit offenem Herzen sagen.“

In einem Interview mit der Zeitung „Neue Westfälische“ im Februar 2014 antwortete Henning Wehland auf die Frage, ob die Söhne Mannheims eine christliche Band sei, dass das „sicherlich nicht alle in der Band so unterschreiben“ würden, aber:

„Wenn ich für mich spreche, würde ich die Frage aber bejahen.“

Die Söhne Mannheims seien aber „keine Kirchenband“, die sich der Religion „unterordnen“ würden. Zu seinem persönlichen Glauben sagte er:

„Ich glaube einfach nur, dass es einen Gott gibt. Und für mich ist der eben christlich.“

Seiner Meinung nach unterscheide es auch die Söhne Mannheims von anderen Bands, dass sie Texte mit tieferen Aussagen machen und auch die Glaubensdimension mit einbeziehen. So sei es der Band „einfach nicht peinlich, offen über unseren Glauben, über Liebe oder Dinge, die wir mögen, zu sprechen“. Das spiegele sich „dann natürlich auch in unseren Texten wider“, so Wehland weiter.

Im Frühjahr 2019 startet Henning Wehland den zweiten Teil seiner Live-Tour zu seinem Erfolgsalbum „Der letzte an der Bar“.

Quellen: wn.de, rundfunk.evangelisch.de (Interview bei „So gesehen“), nw.de