Der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn diagnostiziert pünktlich zur Adventszeit den Deutschen in einem exklusiven Essay „religiöse Ahnungslosigkeit“, die zum Bedeutungsverlust des Religiösen führt. Das Christentum sei weitgehend zur Folklore verkümmert.

Nur noch eine Minderheit der deutschen und westeuropäischen Christen wisse, warum Feste wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten gefeiert werden und was der Advent – außer dem Adventskranz – bedeutet. Es herrsche religiöse Ahnungslosigkeit. Die Mehrheit der Deutschen sei religiös-christlich eher analphabetisch.

Wolffsohn betont dabei:

„Wer diese Geschichten beziehungsweise Bilder als ‚Kinderkram‘ verkennt (das sind heute die meisten), erkennt nicht ihre tiefe Botschaft und wendet sich gelangweilt und sogar verprellt ab, weil ‚für dumm gehalten‘.“

Religiöser Analphabetismus mache zudem den interreligiösen Dialog unmöglich, was einem friedvollem Miteinander im Weg stehe:

„Christen, die ihre eigene Religion nicht kennen und verstehen, können keinen ‚interreligiösen Dialog‘ führen.“

Den kompletten, sehr lesenswerten Artikel gibt’s unter schwaebische.de