Foto: All-Pro Reels from District of Columbia, USA, Matthew McConaughey 2019 (48648344772), cropped, CC BY-SA 2.0

Hollywood-Star Matthew McConaughey brachte letztes Jahr eine Autobiografie mit dem Titel „Greenlight“ auf den Markt. Darüber sprach der 51-Jährige aktuell mit dem SZ-Magazin (Nummer 11 / 19. März 2021). Dabei hob der Oscar-Preisträger die Werte der Dankbarkeit, Demut und Vergebung hervor. Zudem äußerte er die Meinung, dass Männlichkeit heute mit mentalen und spirituellen Attributen verknüpft sei.

Danach gefragt, was ihm Angst mache, erklärte McConaughey, dass er Scham und Schuld fürchte. Mit Blick auf „gelegentlich“ arrogantes und besserwisserisches Auftreten in seiner Vergangenheit, betont der Schauspieler:

„Ich habe mir vergeben.“

Heute richtet McConaughey seinen Blick auf das Gute. So möchte er etwa Schülern, die er mit seiner 2008 gegründeten „just keep livin foundation“ unterstützt, Werte wie „Dankbarkeit und Demut“ vermitteln.

Zu sich fand der heute 51-Jährige, als er Ende der 90er Jahre drei Jahre lang in einem Wohnwagen kreuz und quer durch die USA fuhr. Zu seinen Beweggründen erklärte er gegenüber dem SZ-Magazin, dass er damals Abstand brauchte und bewusst „Zeit mit mir verbringen“ wollte. Er habe in dieser Zeit „sogar zölibatär“ gelebt. Dazu sagte er weiter:

„Ich war eine Mischung aus Wegelagerer und Mönch.“

Spiritualität sieht er in der heutigen Zeit auch als wesentlichen Bestandteil von Männlichkeit. Darauf angesprochen, dass sein Buch viele Lebensweisheiten enthalte, bei denen es immer wieder auch um Männlichkeit gehe, erklärte McConaughey, dass seiner Ansicht nach Männlichkeit früher „mit rein körperlichen Attributen verknüpft“ gewesen sei, „statt auch mit mentalen oder spirituellen“.

Für Matthew McConaughey ist Spiritualität ein wesentlicher Bestandteil seines Lebens. So erklärte er etwa in einem Interview mit Victoria Osteen Mitte Dezember 202o, dass der sonntägliche Gottesdienst für ihn ein Muss ist und ihm dabei helfe, auf dem Boden zu bleiben. Wörtlich sagte der Vater von zwei Söhnen und einer Tochter:

„Ich muss einfach am Sonntag in die Kirche gehen, um die vergangene Woche durchzugehen, Inventur zu machen und etwas zu lernen, das ich in die neue Woche mitnehmen kann, das mich in der Woche antreibt und das ich im Alltag anwenden kann.“

Der biblische Schöpfungsbericht mit dem Ruhetag am Sonntag erinnert ihn daran, dass die Phase der Rekreation im wöchentlichen Rhythmus wichtig ist. Mit Blick auf den sonntäglichen Gottesdienstbesuch äußerte der Schauspieler:

„Denn ich komme am Sonntag gestärkt daraus und dann kommt Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag und dann merke ich: Oh, ich muss wieder die vergangene Woche durchgehen und Inventur machen. Ich gehe an einen Ort, an dem es offensichtlich ist, dass ich höchstens die Nummer 2 bin. Und wo ich demütig werde.“

 

Im Herbst 2020 sprach Matthew McConaughey  im Podcast „The Joe Rogan Experience“ auch über die Bedeutung des christlichen Glaubens für sein Leben (wir berichteten). Dabei erklärte er, dass er zwischen Glauben und Wissenschaft keinen Widerspruch erkennen könne. Vielmehr sehe er in der Wissenschaft „das praktische Streben nach Gott“. In der Bibel finde er „viele große Wahrheiten“, die für sein Leben bedeutsam sind.

Erstmals bekannte sich McConaughey öffentlich zum Glauben, als er 2014 den Oscar erhielt. Damals erklärte er u.a.:

„Als erstes will ich Gott danken, denn er ist der, zu dem ich aufsehe. Er segnete mein Leben mit Möglichkeiten, von denen ich weiß, dass ich mir die nicht selbst gegeben habe und auch sonst niemand.“

Quellen: sz-magazin.sueddeutsche.de, jesus.ch, promisglauben.de, livenet.de