Horst Kummeth: „Der Tod bringt mich nach Hause“
Der Schauspieler Horst Kummeth, der aus Serien und Filmen wie „Dahoam is Dahoam“, „Hans im Glück“, „Wildbach“, „Forsthaus Falkenau“ oder „Nanga Parbat“ bekannt ist, schaut mit 69 Jahren in seiner Biografie „[Anzeige] auf ein bewegtes Leben zurück. Dabei hebt er den christlichen Glauben als Fundament hervor, aus dem heraus er sein Leben gestaltet. Nach einem waschechten Wunder und einer ungewöhnlichen Glaubenskrise ist er heute überzeugter denn je.
Im Interview zu seiner Biografie mit dem Magazin Quotenmeter erklärt Horst Kummeth, dass seine christliche Prägung auf die Auswahl seiner Filmrollen eher keine Rolle spielt. Dabei betont er:
„Eine Rolle, die Gott oder den Glauben an ihn in den Dreck zieht, würde ich nicht spielen.“
Wenn aber im Film eine Spiegelung derart stattfinden würde, dass „über diese negative Haltung Glaube transportiert wird, Gott näher gebracht wird“, dann würde er eine solche Rolle annehmen.
Im Interview mit dem christlichen Medienmagazin PRO berichtet Horst Kummeth, dass er dankbar für seinen Glauben ist. Er beschreibt sich als gläubigen Menschen, „der viele Fehler gemacht hat“, sich dabei aber der Gnade Gottes gewiss wurde. Gott habe ihn „nie verlassen und immer gehalten“, so Kummeth.
Im Laufe seines Lebens habe er sich „intensiv mit den drei monotheistischen Weltreligionen“ beschäftigt und dabei auch im Islam „eine intensive Religiosität erlebt“. Letztlich kam der Schauspieler aber zur Feststellung, dass die Botschaft des christlichen Glaubens „unübertroffen“ ist, was er wie folgt erklärt:
„Jesus predigt Nächstenliebe und ruft dazu auf, für die Feinde zu beten. Selbst am Kreuz bittet er darum, den Menschen zu vergeben. Wenn ich das lese, bekomme ich eine Gänsehaut.“
Und weiter:
„Ein Gott, der auf die Welt kommt und für unseren Dreck stirbt: Das ist einzigartig.“
Für ein tragendes Fundament im Glauben ermutigt Horst Kummeth dazu, die Bibel zu lesen. Das sollte seiner Ansicht nach jeder Christ mal tun. Dazu begründet er:
„Die Größe Gottes, der uns an der Hand hält und nicht loslässt, zieht sich wie ein roter Faden durch die Bibel.“
Etwas Größeres als die Bibel sei nie geschrieben worden, fügt der 69-Jährige mit tiefem Respekt vor anderen Religionen an.
Wie tief sein Fundament im Glauben ist, wird deutlich, wenn Kummeth gegenüber PRO zum Ausdruck bringt, dass ihn der Blick auf den eigenen Tod nicht beeindrucke. Der Schauspieler ist sich gewiss:
„Der Tod bringt mich nach Hause.“
Weiter betont er:
„Als gläubiger Mensch ist es sinnlos, Angst vor dem Tod zu haben.“
In einer festen Überzeugung im Glauben sieht Horst Kummeth auch den Schlüssel dafür, dass wieder mehr Menschen sich für Glaube und Kirche interessieren. So brauche es Seelsorger, die „mitreißend“ sind und an das glauben, was sie verkünden. Geistliche, die Zweifel säen und das Thema Glück zum Hauptinhalt der Verkündigung machen, brauche es dagegen nicht. Gute Seelsorge und entsprechende Rahmenbedingungen für gute Seelsorge sieht Kummeth als Voraussetzung für vollere Kirchen. Dazu betont er:
„Das kirchliche Kerngeschäft muss das Seelenheil der Menschen sein.“
Quellen: quotenmeter.de, pro-medienmagazin.de
Hinweis:
Im Sommer 2024 sprachen wir im PromisGlauben-Interview mit Horst Kummeth in der Kirche, für die er sich als Pfarrgemeinderat, Lektor und Kommunionhelfer engagiert, über das, was über die Schauspielerei hinaus in seinem Leben von Bedeutung ist. Offen sprach er über seinen Austritt und Wiedereintritt in die katholische Kirche sowie über zwei Grenzerfahrungen in seinem Leben, infolge derer die Tiefendimension des Lebens für ihn immer wichtiger wurde.
Anbei das Video zum PromisGlauben-Interview mit Horst Kummeth:



