Der Buchautor und Fernsehmoderator Hubertus Meyer-Burckhardt, der seit 1994 die NDR-Talkshow moderiert, sprach aktuell im Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit über die Kunst des Zuhörens, das Fernweh und den Kampf gegen Krebs. Bezeichnete sich der 64-Jährige, der im November 2019 mit dem Christliche Medienpreis „Goldener Kompass“ ausgezeichnet wurde, in der Vergangenheit als Agnostiker, so ließ er nun erkennen, dass der Glaube an Gott für ihn mit zunehmendem Alter wichtiger wird.

Als er zum Ende des Zeit-Interviews nach seinem inneren Kompass gefragt wird, betont Hubertus Meyer-Burckhardt das achte Gebot „Du sollst nicht lügen“ auch im Sinne von sich nicht selbst zu belügen, als das ihm Wichtigste der 10 Gebote. Auf die sich anschließende Frage, was ihn tröste, bekannte der Talkmaster:

„Je älter ich werde, ist es, was ich nie geglaubt hätte, so was wie Glaube.“

Er sei bereits im Alter von 26 Jahren aus der Kirche ausgetreten. Dazu erklärte er im Februar 2020 im Interview mit dem christlichen Medienmagazin Pro, dass er in Kassel neben der Christuskirche aufwuchs und ihm auch seine eigene Konfirmation etwas bedeute. Jedoch habe er die Würdenträger seiner Zeit als „sauertöpfisch“ erlebt und wenige hoffnungsvolle, lachende Gesichter mit Lebensfreude gesehen, so dass er irgendwann feststellte, dass die Kirche ihn und sein Leben nicht betreffe.

Gegenüber der Zeit berichtete er nun über seine Hinwendung zum Glauben wie folgt weiter:

„Vielleicht ist es wirklich ein Zeichen von Älterwerden, dass ich das Gefühl habe, da passt jemand auf dich auf.“

Er habe in seinem privaten Umfeld selbst einen väterlichen Freund, der im Alter einen kindlichen Glauben bekommen habe. Dies könne er heute verstehen, weil es ihm mittlerweile genauso ginge. Dazu erklärt der 64-Jährige:

„Manchmal gucke ich nach oben und bedanke mich beim lieben Gott für das Leben, das ich führen kann.“

In der Vergangenheit beschrieb sich Meyer-Burckhardt als agnostischen Menschen, der gern wissen will, aber einfach nicht weiß, ob es Gott gibt oder nicht. Gegenüber dem christlichen Medienmagazin Pro sagte er im Februar 2020, dass er mit dem Glauben ringe, aber auf keinen Fall Atheist sei, denn das schiene ihm absurd, weil das ja die Beweislast umdrehe: „Dann müsste ich ja belegen können, dass es keinen Gott gibt“, so der Talkmaster.

Weiter erklärte Hubertus Meyer-Burckhardt, dass er es da lieber mit dem großen Philosophen der Aufklärung, Immanuel Kant (1724–1804), halte, demzufolge es im Leben des Menschen die drei Säulen Gott, Freiheit und Unsterblichkeit gibt. Interessant sei, dass Kant zum Ende seines Lebens gefragt habe: „Worauf darf ich hoffen?“ Dabei sei es wohl um die Perspektive eines Lebens nach dem Tod gegangen – also eine der Kernfragen des christlichen Glaubens.

Die Endlichkeit des menschlichen Lebens machte Hubertus Meyer-Burckhardt auch zum Thema in seinem Buch „Die ganze Scheiße mit der Zeit“ (erschienen bei Grüfe und Unzer). Er selbst habe viele Jahre das trügerische Gefühl gehabt, dass Zeit ein unbegrenztes Gut sei. Dies habe sich seit der Krebsdiagnose geändert. Auch wenn der Krebs bei ihm mittlerweile „komplett im Griff“ ist, betonte er im Pro-Interview: “

„Nie zuvor, ist mir so bewusst gewesen, wie wertvoll unsere knapper werdende Lebenszeit ist: Unser Leben ist ein Geschenk.“

Quellen: zeit.de, pro-medienmagazin.de, bunte.de

 

Anbei das Interview für das Hubertus Meyer-Burckhardt mit dem christlichen Medienpreis „Goldener Kompass“ ausgezeichnet wurde.

Im Interview mit dem Buchautor und gläubigen Christen Christopher Schacht, der vor einem Millionenpublikum schilderte, was er unterwegs durch 45 Länder über das Leben, die Liebe und über Gott gelernt hatte, habe Meyer Burckhardt seinem Interviewpartner auf einfühlsame und zugleich professionelle Weise die Möglichkeit gegeben, offen und ehrlich über sich selbst zu sprechen. Die Jury des „Goldenen Kompasses“ zeigte sich beeindruckt von der vorurteilsfreien Offenheit und Neugier des TV-Manns.