Foto: Genevieve, Jim Caviezel, cropped, CC BY 2.0

Wie katholisch.de berichtet, hat Papst Franziskus am vergangenen Sonntag die Erlaubnis für offizielle katholische Pilgerfahrten in den Wallfahrtsort Medjugorje in Bosnien-Herzegowina erlaubt, an dem seit 1981 Marienerscheinungen stattfinden sollen. Seit Jahrzehnten zögert der Vatikan zu Medjugorje – und ließ zugleich eher größere als kleinere Zweifel durchblicken. Auch zum jetzigen Zeitpunkt fällt der Vatikan über die Echtheit der Marienerscheinungen kein abschließendes Urteil, wobei Papst Franziskus dem Bericht zufolge dahin tendiere, die frühesten Visionen als authentisch anzuerkennen. Die aktuelle Entscheidung des Papstes sei seelsorglich motiviert angesichts des „beträchtlichen Zustroms nach Medjugorje und der reichen Früchte der Gnade, die daraus entstanden sind“, so der Vatikan.

Weiter wird Papst Franziskus in dem Bericht mit einer früheren Interview-Aussage wie folgt zitiert:

„Ich glaube, dass in Medjugorje Gnade ist. Das lässt sich nicht leugnen. Es gibt Menschen, die sich bekehren.“

Einer der diese besondere Gnade erlebte, ist der US-Schauspieler Jim Caviezel. Der 50-jährige Jesusdarsteller in Mel Gibsons Werk „Die Passion Christi“, einem der erfolgreichsten Filme 2004, ist ein katholischer Schauspieler mit irischen und slowakisch-schweizerischen Wurzeln. Er wurde durch seine Frau Kerri mit einem der fünf Seher, Ivan Dragicevic, aus Medjugorje bekannt gemacht und die Begegnung ließ ihn nicht in Ruhe, bis er sich selbst auf den Weg dorthin machte.

Auf der Medjugorje Webseite wird Jim Caviezel mit folgenden Worten zitiert:

„Ohne Medjugorje, wo sich mein Herz dem Gebet und den Sakramenten öffnete, hätte ich die Rolle [des Jesus in die Passion Christi] niemals angenommen.“

Wie auf Kathtube.com zu lesen ist, brachte er das in Medjugorje erlebte wie folgt zum Ausdruck:

„Medjugorje erinnerte mich an Bethlehem und ich dachte mir, so wie Jesus in dem kleinen Ort geboren wurde, so erscheint hier die Gottesmutter in einer armen Gegend ‚zwischen den Bergen‘. Die vier Tage in Medjugorje waren für mich dann wie ein Dammbruch.“

Im Interview für Medjugorje.de betonte er:

„Ich war 33 Jahre alt, als die Arbeiten zum Film begannen, also im gleichen Alter wie Jesus bei der Passion. Immer wieder hatte ich Zweifel, ob ich würdig sei, Jesus zu spielen. Ivan Dragicevic ermutigte mich und sagte, dass sich Gott nie die Besten aussucht und dass er das bei sich selbst sieht.“

Mel Gibson, der Regisseur des Films, hatte Angst um die Karriere von Jim, da er nach dieser Rolle vielleicht keine lukrativen Rollen aus Hollywood mehr bekäme. Aber Jim entgegnete Worte, die nicht von ihm stammen konnten, wie er selbst sagt:

„Mel, wir alle sind gerufen, unser Kreuz zu tragen. Wenn du dein Kreuz nicht auf dich nimmst und trägst, wird dich seine Last erdrücken!“

Was erst einmal sehr hart klingt, wurde aber anschließend zu einer großen Gnade, denn es gab aufgrund von Jims Darstellung des Jesus eine Menge Bekehrungen, nicht nur unter den Zuschauern, sondern schon während der Dreharbeiten unter den Schauspielern.

Beispielsweise wurde der italienische Schauspieler Pietro Sarubbi, der die Rolle des Barrabas verkörperte, völlig überwältigt von Jims Hingabe an die Rolle und seine Versunkenheit im Gebet während dieser Zeit. Er ließ sich nicht als Hauptdarsteller feiern, sondern nutzte jede freie Minute, um sich vollkommen in das Leiden Jesu im Gebet fallen zu lassen. Dazu sagte Sarubbi, wie kath.net berichtete:

„Als sich unsere Augen trafen [zwischen Jim als Jesus und ihm als Barrabas], fühlte ich eine Art Stromstoß. Es war so, als ob ich Jesus wirklich sehen würde. Ich habe niemals in all den Jahren der Schauspielerei so etwas erlebt.“

Aber auch der bis dato leidenschaftliche Atheist Luca Lionello, der die Rolle des Verräters Iskariot spielte, ließ nach dem Dreh laut der katholischen Zeitschrift „Triumph des Herzens“, seine Kinder taufen, seine Ehe segnen und kehrte zur Kirche zurück.

Im mit Spannung erwarteten Nachfolgeprojekt ‚The Passion of the Christ: Resurrection‘ wird Jim Caviezel wieder die Rolle von Jesus spielen.

 

Quellen: katholisch.de, kathtube.com, kath.net, medjugorje.de, jesus.de, Zeitschrift „Triumph des Herzens“: Alles Große geschieht in der Stille, 26.Jahrgang, Ausgabe 153, 2019 S.10-17.

Autorin: Stefanie Maier