Jimmy Hartwig: „Heute weiß ich, dass ich getragen werde“
Der ehemalige Fußball-Profi Jimmy Hartwig, der 1979, 1082 und 1983 mit dem Hamburger SV deutscher Fußballmeister wurde und 1983 sogar den Europapokal der Landesmeister (heute Champions-League-Pokal) gewann, sprach aktuell im Interview mit dem Magazin „Leben Jetzt“ (Ausgabe Nr. 11 / November 2026) über sein Aufwachsen als dunkelhäutiges Besatzungskind mit Ausgrenzung, seine zwei überstandenen Krebserkrankungen und sein Engagement für den gesellschaftlichen Dialog. Dabei betonte der ehemalige deutsche Nationalspieler, dass ihn heute die Liebe im Leben antreibt und der Glaube an Gott sein ihn tragendes Fundament ist.
Bis heute steht der Name „Jimmy Hartwig“ mit den großen Erfolgen des Hamburger Sportvereins in Verbindung. Seit einem Jahr ist er auch auf dem „Walk of Fame“ beim HSV-Stadion zu finden.
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Im Interview mit „Leben Jetzt“ berichtet Jimmy Hartwig, dass er in der Kindheit als dunkelhäutiges Besatzungskind Ausgrenzung erfahren habe und dass ihm sein Vater als Bezugsperson gefehlt habe. Die Suche nach Liebe und Anerkennung, die er heute durch seine Frau und seine Tochter sowie durch seine Verbindung zu Gott erfährt, sitze „tief in meiner Seele“, betont der 72-Jährige und erklärt im Rückblick auf sein Leben, dass auch der größte Erfolg die Erfahrung von hingebender Liebe nicht ersetzen könne.
Als wegweisende Orientierung, durch die sein Leben in die Spur kam, beschreibt Jimmy Hartwig seine Verbindung zu Gott, durch die es ihm möglich wurde, an sich zu arbeiten sowie sich und anderen zu vergeben. Für sein Leben prägend waren auch zwei überstandene Krebserkrankungen. Auf die Frage, ob er dabei mit Gott gehadert habe, erklärt Hartwig, dass er dies „nicht wirklich“ getan habe und er an Gott festhalte, auch wenn er nicht auf jede existenzielle Frage eine Antwort habe.
Zur Bedeutung seines Glaubens im Alltag lässt der zweimalige A-Nationalspieler wissen, dass ihm die Verbindung zu Gott „Ruhe, Hoffnung und Vertrauen“ gebe und er mit seiner Frau gerne in der Kirche Kerzen für ihre Familien und für den Frieden aufstellen würde. Dazu betont Jimmy Hartwig:
„Das klingt vielleicht schlicht. Aber diese Momente bedeuten mir sehr viel.“
Mit Blick auf bleibende Werte in seinem Leben beschreibt der 72-Jährige das Bewusstsein, kein schlechter Mensch zu sein, Ehrlichkeit, Familie, Verlässlichkeit, Aufrichtigkeit und Vergebung als bedeutend. Heute sei er angekommen, sagt Jimmy Hartwig und antwortet im Leben-Jetzt-Interview auf die Nachfrage, wo er angekommen sei:
„Im Hause Gottes.“
Das fühle sich gut an, auch wenn er bis zu seinem letzten Tag nicht bei allen existenziellen Fragen Klarheit habe, erklärt der Champions-League-Gewinner von 1983 weiter und betont dabei:
„Aber ich habe Frieden gefunden. Früher habe ich immer gesucht. Heute weiß ich, dass ich getragen werde. Das gibt mir Ruhe.“
Quelle: Leben Jetzt (Ausgabe Nr. 11 / November 2026)
Hinweis: Das ganze Interview mit Jimmy Hartwig gibt’s in der aktuellen November-Ausgabe des Magazins „Leben jetzt“ – siehe HIER.
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