Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), Maischberger - 2019-08-14-7318, CC BY-SA 4.0

Vor 30 Jahren führte ebnete eine friedliche Revolution, die in den Kirchen ihren Ursprung nahm, den Weg zur Freiheit für die Menschen in der DDR. Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck, der zu DDR-Zeiten als evangelisch-lutherischer Pastor und Kirchenfunktionär wirkte, sprach im Interview mit dem Kirchenmagazin 3E auch darüber, wie der christliche Glaube und die Kirche den Menschen in einem totalitärem System Orientierung und Motivation gab.

Rückblickend auf die Erfahrungen in dieser Zeit im Herbst 1989 äußerte Joachim Gauch, dass „in der Kirche Menschen lebten, die länger hofften als andere“. Weiter betonte er:

„Es waren fast überall im Land Christen, die ihren Werten in der Zeit der Diktatur treu geblieben waren und 1989 aufstanden und zeigten, dass sie ihre Angst besiegen und für Demokratie eintreten konnten.“

So sei die Kirche zu DDR-Zeiten „Teil einer Gegenkultur“ gewesen.

Auch heute könne der christliche Glaube nach Ansicht von Joachim Gauck zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft „eine ganze Menge“ beitragen, so etwa in der Begründung der Würde und Menschenrechte für jeden Einzelnen. Dazu betonte er:

„Die aus dem Glauben erwachsene Überzeugung der Gleichheit aller Menschen hat für unsere Gesellschaft etwas sehr Heilsames.“

So handele jede Gesellschaft, die die Menschen „nach Leistung, Aussehen oder politischen Meinungen“ unterteilt, „nicht im Sinne der Bibel“, so Gauck.

Zudem ließ er dabei sein Gottesbild durchblicken:

„Der Gott, an den wir glauben, ist der Gott, der jedem einzelnen Menschen seine Gegenwart zumutet. Gott ermöglicht uns Menschen einen direkten Zugang zu ihm.“

Das komplette Interview gibt’s HIER

Quelle: jesus.de