Foto: Ausschnitt aus Film "Und vorne hilft der liebe Gott" (Mit freundlicher Genehmigung von David Kadel)

Als dritter Deutscher wurde Jürgen Klopp, der mit dem FC Liverpool dieses Jahr die Champions-League gewann, bei der Gala des Fußball-Weltverbands Fifa in der Mailänder Scala als Welttrainer des Jahres ausgezeichnet. Der 52-jährige setzte sich gegen den spanischen Star-Coach Pep Guardiola von Manchester City und den Argentinier Mauricio Pochettino von Tottenham Hotspur durch.

Im Moment des Triumphes brachte Kloppo seinen Dank gegenüber seinen Mitmenschen zum Ausdruck.

„Vor 20 Jahren hätte wohl niemand gedacht, dass ich heute hier stehe – auch nicht vor zehn Jahren, vermutlich nicht einmal vor vier. Wow! Was kann ich sagen?! Ich muss mich bei vielen Menschen bedanken, angefangen bei meiner Familie, die daheim sitzt und hoffentlich zuschaut. Das hätte niemand erwartet, als ich vor über 20 Jahren angefangen habe. So ist der Fußball.“

Wie die Katholische Presseagentur KATHPRESS im Mai 2019 mit Bezug auf ein Interview, das Jürgen Klopp für den Film „Und vorne hilft der liebe Gott“ von David Kadel gegeben hat, berichtet,  sei sein Erfolgsgeheimnis, dass er seine Arbeit richtig gern mache. Dankbarkeit sei für ihn eines der wichtigsten Dinge überhaupt. Dass er seine Arbeit als Trainer jeden Tag machen dürfe, empfinde er als „ausgesprochenes Glück“, so Jürgen Klopp. Weiter äußerte der Fußballlehrer, dass man im Gegensatz zum Fußball als Christ „nicht auf der Eins stehen“ müsse. Dazu betonte er:

„Es gibt keine Weltrangliste der Christen.“

Für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Menschen baut Jürgen Klopp auf sein „4-D-Modell“, dass die vier Tugenden „Demut, Dienen, Dankbarkeit, Durchhaltevermögen“ beinhaltet. Diese Werte, in denen auch seine christliche Prägung zum Ausdruck kommt, hält er für unabdingbar.

Auch die Kirche spielt in seinem Leben eine Rolle, was Jürgen Klopp etwa als Reformationsbotschafter 2017 verdeutlichte. Dazu sagte er:

„Die Kirche ist wie ein Vereinsheim für mich. Wo man reingeht und die richtigen Leute trifft.“

Mit seinem Christsein hält Jürgen Klopp nicht hinterm Berg (wir berichteten).

Gegenüber der Frankfurter Rundschau antwortete er im September 2012 auf die kritische Anmerkung, dass er sehr offen über seinen Glauben spreche:

„Ja, klar. Gläubig sein, aber nicht darüber reden wollen – ich wüsste überhaupt nicht, wie das gehen sollte! Wer mich nach meinem Glauben fragt, dem gebe ich Auskunft.“

Das tue er aber nicht aus einem missionarischen Anspruch heraus, weil der Glaube für ihn „ja schon etwas sehr Persönliches [ist], das man mit sich selbst ausmacht“. Dazu erklärte er weiter:

„Aber wenn ich im Glauben auf mich und mein Leben schaue – und die Zeit dafür nehme ich mir jeden Tag –, dann fühle ich mich einfach sensationell gut aufgehoben.“

Er fände es allerdings schade, „wenn anderen Leuten dieses Gefühl der Geborgenheit fehlt – ohne es zu wissen, logischerweise, denn sonst würden sie wahrscheinlich danach suchen“, so Kloppo weiter.

Schon früh in seiner Karriere bekannte sich Jürgen Klopp insbesondere in Buch- und Filmprojekten von David Kadel wie „Die Fußball-Bibel“, „Was macht dich stark“ oder „Und vorne hilft der liebe Gott“ öffentlich zu seinem christlichen Glauben, den er mit Worten wie „Fixstern“, „Grundfeste“ und „Stabilisator“ beschreibt.

Quellen: spox.com, kath.net, davidkadel.de, aachener-zeitung.de, rp-online.de, bild.de, fr.de, undvornehilftderliebegott.de

 

Im Filmprojekt „Und vorne hilft der liebe Gott“ sprach Jürgen Klopp sehr offen und tiefgründig über seinen Glauben.

Hier ein Ausschnitt, in dem er die besondere Rolle von Jesus Christus für sein Leben hervorhebt: