Der Kabarettist und Autor Bruno Jonas  (u.a. „Scheibenwischer“) hat ein Buch über seine Vorstellung vom Jenseits auf dem Markt gebracht mit dem Titel „Gebrauchsanweisung für das Jenseits“. Diesbezüglich hat er aktuell Barbara Just von der Münchner Tageszeitung (TZ) ein Interview gegeben und dabei auch über seinen Glauben gesprochen. Auch wenn er schon vor Jahrzehnten aus der Kirche ausgetreten ist, prägt ihn seine katholische Beziehung aber noch heute.

Dass er mit nun 65 Jahren ein Buch über das Jenseits schreibe, liege auch daran, dass ihn das Jenseits seit seiner Zeit als Ministrant in St. Nikola in Passau interessiere. Besonders bei den vielen Beerdigungen, bei denen er ministrierte, sei er mit dem Thema Tod und Jenseits immer wieder konfrontiert worden.

Auch heute, 42 Jahre nach seinem Kirchenaustritt, betrachtet Bruno Jonas sich noch als gläubigen Menschen. Er sei ausgetreten, weil er damals wegen Religionsbeschimpfung angezeigt worden war. Und weiter:

„Aus dem Glauben aber kann man nicht austreten. Mit der Taufe ist man auf ewig ein Gotteskind. Ich bin katholisch geprägt.“

Auch wenn im Lauf seines Lebens bei ihm ein „kritischer Geist“ erwachte und ihn skeptisch bis agnostisch werden ließ, sei das, was er in der Kindheit im Glauben vermittelt bekam, „in gewisser Weise schreibgeschützt“. Auch betont Jonas im Verlauf des Interviews, dass auch hinter jeder naturwissenschaftlichen Erkenntnis der Glaube lauere.

„Denn die Forscher geraten am Ende in Gebiete, wo sie nur mit Annahmen weiterkommen, um diese irgendwie zu bestätigen.“

Nach jeder wissenschaftlichen Erkenntnis weite sich wieder „der Bereich des Ungewissen“.

Quelle: TZ vom 23.5.18

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