Der US-Rapper und Songschreiber Kendrick Lamar, den die Süddeutsche Zeitung letztes Jahr mit „der wortgewaltigste zeitgenössische Rapper der Welt“ betitelte,  hat für die diesjährige Grammy-Verleihung, die am 10. Februar stattfinden wird, acht Nominierungen erhalten. Das besondere an Kendrick Lamar sei, dass er nicht nur mit seiner Musik Furore mache, sondern dass er aus seinem Glauben keinen Hehl mache, berichtet aktuell das Magazin Jesus.de. Weiter heißt es in dem Artikel, dass in vielen seiner Texte „die Auseinandersetzung mit dem Christentum eine tragende Rolle“ spiele. So beschäftige sich der heute 31-jährige auf seinem vielprämierten Album DAMN beispielsweise mit seiner Identität als Sünder und der Notwendigkeit der Vergebung, heißt es im Jesus.de-Artikel  mit dem Titel „Gläubiger Rapper Kendrick Lamar für acht Grammys nominiert“.

Auch der Berliner Tagesspiegel berichtete in einem Artikel mit dem Titel „Herr, erbarme dich meiner“ im April 2017 über das Album DAMN von Kendrick Lamar. Darin wird berichtet, dass sich der Hip-Hop-Star auf seinem Album DAMN „als ernsthafter Christ“ zeige, „der selbst noch immer auf der Suche ist“.

Die FAZ widmete im April 2017 diesem Album einen Artikel mit dem Titel „Der Träumer mit dem brennenden Kopf“ und schrieb, dass es „voll von religiösen Bezügen“ sei. Dazu wird Kendrick Lamar zitiert, der selbst sagt, dass es ihm vor allem um die Frage ginge, welche Beziehung man generell zu Gott habe. Darüber hinaus würden seine Songs dazu dienen, Antworten darauf zu finden, wer man ist.

Auch das christlichen Medienmagazin Pro berichtete im Januar 2018 mit dem Titel „Kendrick Lamar rappt über Gott und gewinnt fünf Grammys“, dass viele der Titel Lamars vom Glauben des Musikers handeln sowie davon, wie er mit Gott ringt. Zudem ist zu lesen, das die amerikanische Tageszeitung Washington Post das Album DAMN als das „am stärksten theologische Album, das in jüngster Zeit die Kategorie ‚Album des Jahres‘ gewonnen hat“, bezeichnete und weiter befand, dass Kendrick Lamar jene Fragen stelle, die man nicht in der Kirche stellen solle. Seine Nachforschungen über Gott seien „dorniger als die anderer Künstler und deshalb überzeugender“, so die Washington Post.

Im Jahr 2015 war Kendrick Lamar in der ZDF-Sendung Aspekte zu Gast. In diesem Interview sprach er über Gott und sein damals aktuelles Album „To Pimp A Butterfly“. Auf der Homepage universal-music.de ist zu lesen, dass der damals 28-jährige Lamar in der Sendung zeigte, dass er ein Rapper ist, dem sein Glaube viel bedeute, der aber dennoch voller Zweifel stecke. Zudem wird Kendrick Lamar mit folgenden Worten aus dem Aspekte-Interview zitiert:

„Gott hat mich berufen, Leute mit meiner Musik zu bewegen.“

Im Artikel im christlichen Medienmagazin Pro wird aber auch darauf hingewiesen, dass sich nicht alle Christen mit den Auslegungen von Kendrick Lamar identifizieren werden können und dieser auch „keinen Deut“ von jener vulgären Sprache abweiche, die in Raps üblicherweise verwendet wird.

Die Worte seines Intro zu seinem älteren Song „Good Kids“ dürften aber jeden Christen gut gefallen. Hier sagt Kendrick Lamar folgende Worte:

„Herr, Gott, ich komme zu dir als Sünder und demütig bereue ich meine Sünden. Ich glaube, dass Jesus der Herr ist. Ich glaube, dass du ihn von den Toten auferweckt hast. Ich bitte dich, dass Jesus in mein Leben kommt als mein Herr und Erretter. Ich empfange Jesus, der nun mein Leben kontrolliert, und ich möchte von nun an für ihn leben. Danke, Herr Jesus, dass du mich mit deinem teuren Blut gerettet hast. In Jesu Namen, Amen.“ (Quelle: livenet.ch)

Quellen: jesus.de, sueddeutsche.de, tagesspiegel.de, faz.net, pro-medienmagazin.de, universal-music.de, livenet.ch

Autor: Markus Kosian