Kristine Bilkau: „Ich glaube an den Glauben“

Die Schriftstellerin Kristine Bilkau, deren Romane zur deutschen Gegenwartsliteratur zählen und vielfach ausgezeichnet wurden, erhielt 2025 den Preis der Leipziger Buchmesse für ihr jüngstes Werk „Halbinsel“ (siehe HIER). Im Interview mit dem Magazin Chrismon stellte sie sich aktuell existenziellen Fragen und ging dabei auch auf die Gretchenfrage ein.

In der Bergpredigt weist Jesus darauf hin, die Welt mit Kinderaugen zu sehen, um das Himmelreich erfahren zu können (siehe Mt 18,3). Den kindlichen Blick auf das Leben betont auch Kristine Bilkau im Chrismon-Interview:

siehe HIER

 

 

Zu ihrer Vorstellung von Gott ließ Kristine Bilkau wissen:

„Ich glaube an den Glauben.“

Dies begründet sie mit der Wirkung, die der Ort Kirche sowie die Reflexion einer guten Predigt auf sie hat. Dies könne „eine solche Kraft und einen solchen Trost“ entfalten und „Sorgen und Ängste aufbrechen“, so Bilkau.

Des Weitern hebt sie den Wert von Kirche als Ort hervor, der unabhängig von Herkunft oder sozialen Status ist. Dazu erklärt die Schriftstellerin:

„Dieser leistungsfreie Raum in unserer Gesellschaft, den finde ich wertvoll und wichtig, das gibt es immer weniger.“

Mit Blick auf die Endlichkeit des Lebens ermutigt Bilkau, das Leben bewusst zu gestalten, um möglichst ohne Reue dem Ende des Lebens zu begegnen. Im Laufe ihres Lebens habe sie festgestellt, „dass gerade die Liebe, die man geben kann, glücklich macht“, merkt die Schriftstellerin im Chrismon-Interview weiter an.

 

Quelle: chrismon.de