Von links: Kunde Malong, David Kadel, Christian Döring (Foto: privat) (Foto: privat)

In der SWR-Sportsendung Flutlicht drehte sich am Sonntagabend mal nicht fast alles um das runde Leder. Top-Thema war „Glauben im Sport“. Dazu war der Autor, Moderator und Mental-Trainer David Kadel eingeladen, der seit vielen Jahren schon mit Fußball-Stars Projekte zum christlichen Glauben macht, so wie aktuell sein Buch „Was macht dich stark: Fußballstars und ihr Erfolgsgeheimnis“. In der Sendung war auch der Mainzer Profi Pierre Kunde Malong, der ein beeindruckendes Glaubenszeugnis gab.

David Kadel betonte, dass er mit seinen Projekten mit Fußball-Stars die Intension verfolge,  die vorhandene Sehnsucht nach dem Glauben an Gott  zu wecken. Denn das „Thema Christssein“ sei in Deutschland, wo immer mehr Kirchen zu Fitnessstudios oder Restaurants umfunktioniert werden, „fast schon erbärmlich verkümmert“, so der 51-jährige Inspirationstrainer.

Im Gegensatz zur gesellschaftlichen Tendenz stellt Kadel im Profifußball eine andere Entwicklung fest. Nämlich, dass der Glaube im Fußball in den letzten Jahren zugenommen habe. Als er in den 90er Jahren mit seinem Projekt zum Thema „Glaube der Fußballstars“ anfing, habe es neben den brasilianischen Fußballern nur vereinzelt Spieler, wie z.B. Heiko Herrlich gegeben, die sich zum Glauben bekannten. Heute hingegen würden viele Spieler wieder Halt und Orientierung im Glauben suchen und sich vor allem auch durch Tattoos mit Kreuz oder Psalmen nach außen sichtbar dazu bekennen.

Einen Grund für diese Entwicklung sieht Kadel darin, dass der Druck im Fußball in den letzten Jahren massiv zugenommen habe und viele Spieler danach suchen, was ihnen in diesem Grenzbereich Halt geben kann. Dabei finden immer mehr Orientierung und Stärke im Glauben an Gott, der Halt im Leben gebe und auf den ich mich wirklich verlassen könne, so Kadel. Dabei zitierte er Jürgen Klopp, der Gott als Fixstern sehe, der nicht wackelt, sondern immer da ist und dessen Liebe nicht abhängig vom Ergebnis sei.

Diese Erfahrung bestätigte Pierre Kunde Malong, der mit Kadel im Studio zu Gast war und ein Bekenntnis zu seinem Glauben gab. Der in Kamerun geborene Profi vom FSV Mainz 05 drückte seine starke Überzeugung wie folgt aus:

„Gott gibt mir Stärke. Und du brauchst im Fußball diese Kraft, die Er dir gibt.“

Und weiter:

„Mit Gott kann ich meine Leistung bringen.“

Kunde Malong ist praktizierender Katholik, der regelmäßig in den Gottesdienst geht und regelmäßig betet, insbesondere für seine Familie, Gesundheit und Frieden. Den Mainzer Dom beschreibt er in der Sendung als einen „phantastischen Ort“ und „wunderschön“.

Kunde Malong wurde von seinen Eltern im katholischen Glauben erzogen. Durch die Familie habe er gelernt, eine Beziehung zu Gott aufzubauen. Dazu sagte der 23-jährige:

„Man bekommt einen Weg aufgezeigt und findet heraus, wie man sich da am besten entwickeln kann.“

Von großer Bedeutung für seinen Weg im Glauben ist für ihn die Bibel. Weiter sagte er:

„Das Lesen in der Bibel führt dazu, dass ich mich einfach wohl fühle. Ich finde da meine Kraft drin.“

Außerdem führte er fort:

„Wenn ich alleine bin, dann nehme ich mir einfach die Bibel zur Hand, lese ein bisschen darin, bete und empfinde Frieden. Das hilft mir sehr.“

Diese Aussagen brachten den Moderator der Sendung zum Resumee: Kunde Malong sei genauso konsequent Profi wie er konsequent Christ sei.

Die Sendung gibt es in derin der ARD-Mediathek HIER   (Min 17 – Min 32)

Autor: Markus Kosian