Sängerin Maite Kelly hält am Abend des Karfreitags aus dem Paderborner Dom mit dem Generalsekretär des Bonifatiuswerk, Monsignore Georg Austen, eine Dialog-Predigt. In der Predigt, die unter dem Thema „Die Leere ist da“ steht. Dabei gehen die beiden Protagonisten der Frage nach, was die Passion für uns heute in der herausfordernden Zeit der Corona-Pandemie bedeutet.

Maite Kelly, die die Andacht auch musikalisch mitgestaltet, erklärte im Vorfeld zur Bedeutung der Passion:

„Als stärkendes Zeichen für den Glauben erinnert das Kreuz uns immer wieder daran, dass wir die Wege nicht alleine gehen.“

Und weiter:

„Es inspiriert immer wieder aufs Neue, Möglichkeiten zu finden, um die Liebe Jesus weiterzutragen und unserem Gegenüber mit Nächstenliebe zu begegnen.“

Am Abend des Karfreitags ist die Dialog-Predigt im Internet-TV bei DOMRADIO.DE zu sehen.

 

Update: 

Im Interview mit der Augsburger Allgemeinen, das am 27. März 2021 veröffentlicht wurde, ging Maite Kelly auch auf ihren sie prägenden katholischen Glauben ein.

Auf ihrem neuen Album „Hello!“, dass sie als „ein Album der Sehnsucht“ bezeichnet, auf dem die Titel „von der Seele, der Sinnlichkeit und der Leidenschaft“ handeln, findet sich mit dem Stück „Von Mal zu Mal“ ein Song, in dem sie über Ängste und dunkle Momente singt. Danach gefragt, ob man im Leben erst da Dunkle kennen muss, um auch das Helle wertschätzen zu können, bezog sich die 41-Jährige bei ihrer Antwort auf ihren Glauben und erklärte:

„Als Katholikin denke ich so nicht. Aber wer ein Leben ohne Schatten sucht, der sucht vergeblich. In jedem Leben gibt es auch Enttäuschungen, Abschiede, Trauer und Herausforderungen.“

Dabei betonte sie, dass es im Leben vielmehr darum geht, „selbst ein Lichtbringer zu sein“, als darauf zu warten, „dass das Licht von außen kommt.“

Weiter stellte sie sich in dem Interview hinter ihre Kirche, die gerade öffentlich von allen Seiten angegriffen wird. Zu ihrer Meinung nach der Rolle in der katholischen Kirche gefragt, erklärte Maite Kelly:

„Frauen spielen in der katholischen Kirche die größte Rolle. Ohne die vielen weiblichen Laien gäbe es die Kirche in dieser Form nicht. Wir sind die Säulen.“

Auf die kritische Anmerkung, dass es in der katholischen Kirche in Führungspositionen keine Frauen gebe, entgegnete Maite Kelly ganz entspannt, dass sich das zu gegebener Zeit „schon von ganz alleine ergeben“ werde. Dabei erinnerte sie daran, dass es in anderen Bereichen auch „ja lange kaum weibliche Führungskräfte“ gab, bis schlussendlich eine Veränderung eintrat. Zudem gab sie zu bedenken, dass es in der katholischen Kirche herausragende weibliche Persönlichkeiten schon in der Vergangenheit gab. Dazu sagte sie:

„Es gibt in der Geschichte der katholischen Kirche Ordensgründerinnen sowie zahlreiche weibliche Heilige, die nicht genug zum Vorschein kamen.“

Quellen: domradio.de, bonifatiuswerk.de, augsburger-allgemeine.de