Im „Weihnachts-Interview“ mit der Zeitung Neue Westfälische sprach Margot Käßmann über Ungerechtigkeit, zu geringen Lohn, soziales Engagement und das Glück, in Deutschland zu leben. Dabei benannte sie auch einen Grund, weshalb viele Menschen in Deutschland so fern von Gott bzw. dem, was im Leben wirklich trägt, sind. Dazu sagte ehemalige Rastvorsitzende der EKD:

„Ich denke, dass die Menschen viel zu wenig zur Ruhe kommen, um über die Grundfragen des Lebens nachzudenken: Was ist wirklich wichtig?“

Dies spiegelt sich auch in immer schlechter besuchten Gottesdiensten wieder, wo Menschen die Gelegenheit hätten zur Ruhe zu kommen und über existenzielles nachzudenken. Im NW-Interview äußerte Margot Käßmann:

„Ich finde es traurig, dass so viele Gottesdienste schlecht besucht sind.“

Es gelte „eine Willkommenskultur“ zu schaffen, „damit die Menschen Lust daran finden“, den Sonntagsgottesdienst „als einen Fixpunkt der Woche zu betrachten, den sie im Leben schätzen“. Wenn sie persönlich mal drei Wochen nicht im Gottesdienst sei, fehle ihr etwas, so Käßmann weiter.

Für 2019 wünscht sie sich u. a. „viele wunderbare Gottesdienste, die Menschen begeistern“.

Das komplette Interview gibt’s unter nw.de