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Der  ehemalige Bundesliga-Profi Michael Sternkopf, der in den 90er Jahren als Spieler des FC Bayern München sogar deutscher Meister wurde, litt jahrelang unter dem Leistungsdruck im Profi-Geschäft bis er 2011 an Burn-Out erkrankte, was eine siebenjährige Auszeit zur Folge hatte. Aus dem Tal fand er heraus, als er die Beziehung zu Jesus Christus fand. Darüber sprach der 49-jährige kürzlich bei bibel.tv sowie im aktuellem Interview mit der mittelbayerischen Zeitung.

Bei bibel.tv schilderte Michael Sternkopf seine Verfassung in der Zeit seiner Burn-out-Erkrankung mit den Worten:

„Körperlich und mental war ich ein Wrack.“

Wie er nun im Interview mit der mittelbayerischen Zeitung auf Nachfrage sehr schön ausdrückte, habe er durch seinen „wichtigsten Transfer“ zu Jesus im Jahr 2018 wieder in die Spur gefunden.

Dazu schilderte Sternkopf, dass er auf der Suche nach einer Konstanten für sein Leben, durch Menschen, die im chistlichen Glauben standen, inspiriert worden sei. Dabei habe er erkannt, dass sie aus einer Kraft leben, die ans Herz geht und gut tut. In Jesus fand er dann denjenigen, „der dich annimmt und liebt, mit all deinen Fehlern“. Aus seiner heutigen Perspektive, sich als Kind Gottes geliebt zu wissen, ohne sich durch Leistung etwas verdient zu haben, gibt Sternkopf mit Blick in seine Vergangenheit zu bedenken:

„Sich nur über Erfolg und Leistung zu definieren wie ich früher, ist problematisch. Kein Mensch kann immer 100 Prozent abliefern. Dann bist du verletzt, hast einen Gipsfuß, bist sechs, acht Wochen raus: Was gibt dir dann den Wert?“

Heute habe er eine andere Maßeinheit für sein Leben. So erkennt Michael Sternkopf heute, dass jeder Mensch unabhängig von seiner Leistung wertvoll ist und sich wertvoll fühlen darf, wobei er betonte:

„Wir sind alle geliebte Kinder unseres Herrn. Das gibt uns unseren Wert.“

Aus dieser Grundhaltung heraus, könne der Mensch dann versuchen, im Leben etwas zu erreichen, was aber wiederum nicht die „Messlatte“ für ein gelungenes Leben sein sollte, sondern vielmehr die erfüllte Sehnsucht nach Liebe. Dazu betonte Michael Sternkopf:

„Geliebt zu werden und zu lieben, dann sind wir glücklich. Und wenn wir das tun, haben wir viel erreicht.“

Mit dem, was er im christlichen Glauben gefunden habe, fahre er gut, so dass er auch andere dafür sensibilisieren möchte und ihnen den Glauben an Jesus „ans Herz legen [möchte], ohne penetrant zu sein“, so der ehemalige Fußball-Profi. Dabei hob er auch den Wert der Religionsfreiheit hervor und betonte:

„In Deutschland kann man ja offen über seinen Glauben sprechen. Da gibt es auch andere Länder, wo man sich nicht bekennen darf.“

Quellen: welt.de, youtube.com, mittelbayerische.de

 

Update: 

Im Interview mit der Bild am Sonntag (BamS) vom 26. Januar sprach Michael Sternkopf in Deutschlands größter Sonntagszeitung über die jahrelange Belastung seiner Burn-Outerkrankung, die ihren Anfang nahm, als er durch ein seiner Meinung nach falsches Selbstbild einen Leistungsdruck aufbaute, dem er irgendwann nicht mehr stand halten konnte. Diesbezüglich bezeichnete er sich im BamS-Interview rückblickend als „Schauspieler mit Talent für Fußball“, der „nie ich selbst sein konnte“. Weiter erklärte Sternkopf:

„Ich habe meinen Wert als Mensch immer nur über Erfolg definiert und eine Rolle gespielt, um den Menschen im Stadion zu gefallen. Am Ende bin ich daran zerbrochen.“

Nachdem er im BamS-Interview deutlich darlegte, wie er immer mehr in den Strudel von Angst und Depression geriet, verwies der heute 49-jährige auch darauf, dass neben ihm auch andere prominente Fußball-Stars wie Sebastian Deisler oder Robert Enke mit dem immensen Druck im Profi-Geschäft nicht zurecht kamen.

Auf die Feststellung des BamS-Reporters, dass es „umso erstaunlicher sei“, dass Sternkopf „inzwischen wieder so ausgeglichen“ wirke, bekannte der ehemalige Bayern-Profi, dass er durch die Beziehung zu Jesus Christus, zu der er durch einen Freund Zugang gefunden habe, den Blick auf sein Leben veränderte, was ihn von Ängsten und empfundenen Abhängigkeiten befreit habe. Dazu erklärte Michael Sternkopf, dass er mit „Jesus im Herzen“ heute „eine Konstante im Leben“ habe, durch die er sich unabhängig von Leistung angenommen fühlt. Weiter betonte er:

„Das ist keine christliche Spinnerei, sondern einfach das tiefe, befriedigende Gefühl, so geliebt zu werden, wie man ist. Mit allen Stärken und Schwächen.“

Durch diesen Perspektivwechsel habe er seine Ängste „endlich“ ablegen können und  „ein neues Leben begonnen“.

Das sehr lesenswerte Interview mit Michael Sternkopf in der BamS vom 26. Januar 2020 gibt’s unter bild.de

 

Hier das Interview von Michael Sternkopf bei bibel.tv über seinen Weg zum Glauben: