Foto: Staatskanzlei Schleswig-Holstein, Presse- und Informationsstelle der Landesregierung, Daniel Günther (2017), cropped, CC BY-SA 4.0

Derr schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther stellte sich im Interview mit dem Journalisten Dirk von Nayhauß für das Magazin Chrismon den Fragen an das Leben und sprach dabei auch über sein Gottesbild.

Nach seiner Vorstellung von Gott gefragt äußerte der 46-jährige, dass er daran glaubt, dass Gott präsent ist. Dazu sagte er:

„Ich glaube, dass er [Gott] auf das guckt, was wir hier machen. Mein Glaube ist mit einem sehr positiven Gefühl ver­bunden.“

Weiter hob er hervor, dass ihm in seinem Glauben das Geheimnisvolle an Gott wichtig ist, weil die Dimension des Überirdischen „einfach nicht fassbar“ sei.

Von großer Bedeutung ist ihm in seiner Glaubenspraxis das Gebet. Dazu betonte er:

„Ich bete ­mehrmals am Tag, auch zum Essen.“

Auch das tägliche Abendgebet vor dem Schlafengehen, in dem er „den Tag ­Revue passieren“ lassen und Dankbarkeit ausdrücke „für vieles, was passiert ist“, so Daniel Günther weiter.

Mit der Endlichkeit des Lebens wurde er in seinem Leben früh konfrontiert, als seine Mutter an Leukämie starb, als er 17 Jahre alt war. Trost und Halt erhielt er durch seinen Glauben an Gott, an dem er auch in dieser Lebensphase nicht gezweifelt habe, was er wie folgt ausdrückte

„Das war eine Prüfung, aber selbst das hat meine feste Über­zeugung, dass es Gott gibt, und diese Nähe, die ich zu Gott verspüre, nie ins Wanken gebracht.“

Vielmehr habe ihm die aus dem Glauben gewonnene „Zuversicht, dass das Leben nach dem Tod nicht endet (…) immer sehr viel Kraft gegeben“, so Daniel Günther.

Die besondere Qualität der Dimension des Glaubens für das menschliche Leben beschrieb er dabei treffend mit folgenden Worten:

„Was Gott ausmacht: Das Leben ist mit dem, was wir hier auf der Erde haben, nicht beendet.“

Das komplette Interview gibt’s HIER

 

Als vor 3 Jahren in Schleswig-Holstein eine Volksinitiative für den Gottesbezug in der Landesverfassung knapp scheiterte, erinnerte Daniel Günther im Vorfeld der Abstimmung an die Qualität die der Gottesbezug in der schleswig-holsteinischen Landesverfassung mit Blick auf das Bewusstsein für Begrenztheit des Menschen auch für diejenigen haben kann, die nicht an Gott glauben. Dazu sagte er:

„Die Aufnahme des Wortes Gott in die Verfassung erinnert an die Begrenztheit und die Fehlbarkeit menschlichen Handelns.“

Quellen: chrismon.evangelisch.de, welt.de, taz.de