Die Journalistin und Schriftstellerin Anne Gesthuysen, die von 2002 bis 2014 das ARD-Morgenmagazin moderierte, sprach aktuell im Interview mit dem Magazin Stadtgottes über ihre Vorstellung von Gott und die Bedeutung des Glaubens in ihrem Leben.

Anne Gesthuysen schilderte, dass sie im katholischen Glauben erzogen wurde und dies sie „manchmal mehr, als mir lieb ist“ geprägt habe. Auch wenn es in ihrem heute momente gebe, an denen sie „lieber nichts glauben“ wolle, stelle sie aber dabei fest, dass es ihr nicht möglich sei, an puren Zufall zu glauben. So antwortet sie auf die Frage, ob sie an Gott glaube:

„Ja, weil ich mir das Nichts nicht vorstellen kann.“

In diesem Sinne sieht die 50-jährige auch ihre Talente und Fähigkeiten als „gegeben“ und folgert daraus, dass es darum gehe, diese zu nutzen und „für sein Leben einen Sinn“ zu suchen. Dabei betont sie:

„Der christliche Glaube zeigt auf, wie wichtig Gemeinschaft und Mitmenschlichkeit sind. Mein Glaube ist in mir verankert und somit ist es für mich nicht vorstellbar, mein Leben sinnlos zu gestalten.“

Dies gebe sie auch an ihren Sohn weiter, den sie katholisch taufen ließ und „im Sinne der christlichen Werte“ erziehe.

Dass der Glaube Halt gibt, erfuhr Anne Gesthuysen sehr direkt, beim Umgang mit Leid und Sterben an ihrer Mutter sowie ihrer Tante, die beide an Krebs starben. Als sie erfuhren, dass sie „diesen Krebs nicht besiegen können“, hätte beiden der Glauben an Gott Halt gegeben. Auch für sich persönlich wolle sie nicht ausschließen, dass das bei ihr in solch einer Situation auch so wäre, so Anne Gesthuysen im Stadtgottes-Interview.

Quelle: stadtgottes.de