Foto: Felix Vollmer, Dieter Falk 2014, cropped, CC BY-SA 3.0

Der Musikproduzent, Keyboarder, Arrangeur und Komponist Dieter Falk, der u.a. die Erfolgsband Pur produzierte und immer wieder mit christlichen Projekten in Erscheinung trat, versteht sich als Protestant und ist Mitglied der Evangelischen Kirche. Darüber schreibt er auch in seiner Biographie „Backstage: Von PUR, Popstars und den Zehn Geboten“, die am 1. März erscheinen wird.

In einem aktuellen Artikel in der Siegener Zeitung ist zu lesen, dass im Schaffen von Dieter Falk, in seinen Worten und auch in seiner Biographie deutlich werde, das den heute 59-jährigen der christliche Glaube trage, den er selbst als „ein direkter Draht zu Gott“, den er „nicht nur in brenzligen Situationen“ anzapft, bezeichnet. (Den Artikel in der Siegener Zeitung gibt’s HIER)

So widmet sich Dieter Falk auch immer wieder Musikprojekten mit christlichen Inhalten. 2009 schrieb er zusammen mit Michael Kunze das Pop-Oratorium Die 10 Gebote, das am 17. Januar 2010 im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 in der Dortmunder Westfalenhalle mit einem Chor aus 2500 Sängerinnen und Sängern, Sinfonieorchester und namhaften Solisten uraufgeführt wurde. Am 23. Februar 2013 hatte sein Musical „Moses“ Uraufführung am Theater St. Gallen. Sein – zusammen mit Librettist Michael Kunze geschriebenes – Pop-Oratorium Luther wurde am 31. Oktober 2015 in der Dortmunder Westfalenhalle uraufgeführt, das vom Februar bis Oktober 2017  mit über 30.000 beteiligten Sängern/innen durch sieben deutsche Konzertarenen tourte. Aktuell entwickelt er mit Michael Kunze erneut ein Musical mit dem Titel „Bethlehem“, das zur Weihnachtszeit 2020 aufführungsreif sein soll.

In seiner Biographie „Backstage: Von PUR, Popstars und den Zehn Geboten“ bekennt er im Kapitel „Meine schlimmste Stunde“:

„Mein Glaube lässt mich zu jeder Zeit mit Gott sprechen, egal, wo ich gerade bin und was mir auf dem Herzen liegt.“

In der Vergangenheit äußerte sich Dieter Falk vor allem in christlichen Magazinen wie Chrismon, Pro, Livenet, kath.net oder jesus.de zu seinem Glauben. Dazu sagte er u. a.:

„Ich bin Christ und oute mich auch als solcher.“

Die Lebensrelevanz seines Glaubens beschrieb er einmal wie folgt:

„Mein Gottesglaube ist kein Ritual wie der kindliche Glaube ans Christkind. Er stellt meinen Alltag auf feste Füße. Ich stamme zwar aus einem religiösen Elternhaus, habe aber keinen Zwang empfunden.“

Dabei ist das Gebet ein wichtiger Begleiter in seinem Leben. Dazu betonte er einmal:

„Ich bete oft und gerne, auch außerhalb der Essenszeiten in der Erkenntnis, dass Gebet ein ständiger Draht nach oben ist.“

Auch in seinem beruflichen Glauben spielt sein Christsein eine Rolle und hat Auswirkungen, was Dieter Falk als selbstverständlich ansieht. Dazu sagte er vor Jahren:

„In meinem Beruf als Popmusikproduzent ist vielleicht ein bisschen mehr Glitzer drin als in anderen Berufen – aber ich glaube, die Herausforderung für mich als Christ in diesem Beruf ist keine andere als für einen Manager eines Stahlwerks oder der Kassiererin im Supermarkt.“

Orientierung geben ihm dabei die 10 Gebote, über die er 2009 ein Pop-Oratorium schrieb. Wichtig ist ihm dabei die Freiheit im Handeln, was er einmal wie folgt beschrieb:

„Ich verstehe die 10 Gebote als eine Richtschnur, aber wir haben die Freiheit, danach zu leben oder nicht, wir werden dann schon selbst merken, ob es gut für uns ist, wenn wir nicht danach leben. Das ist für mich auch die Freiheit – wir haben sie von Gott bekommen, und ob wir sie anwenden oder nicht, dazu zwingt er uns ja nicht.“

In seinem Job im Musikbusiness verhilft ihm insbesondere das 8. Gebot zu einer reflektierten Sichtweise, was er einmal wie folgt ausdrückte:

„Wenn man auf die 10 Gebote schaut, gibt es eines, das mich in meinem Beruf vielleicht am meisten betrifft, nämlich ‚Du sollst nicht falsch Zeugnis reden‘ was ja nichts anderes heißt als du sollst nicht lügen, du sollst die Wahrheit sagen. Darum geht es auch, wenn ich zum Beispiel mit Verkaufszahlen von CDs hantiere, die ich produziert habe, und mich dann an der eigenen Nase packe, wenn ich merke, wie großzügig ich aufgerundet habe.“

Wichtig in seinem Leben ist auch die Rückbindung an die evangelische Kirche, was ihm Stabilität verleiht. Das Aufwachsen im Kontext der evangelischen Kirche legte den Grundstein für seine musikalische, aber auch persönliche Entwicklung. Dazu sagte er im Oktober 2014 gegenüber dem Magazin Chrismon:

„Ich bin ein Kind guter kirchlicher Jugendarbeit. Wenn ich zurückdenke, so muss ich sagen, dass ich das Riesenglück hatte, einen Großteil meiner – nicht nur musikalischen – Sozialisation der Teenagerzeit in der evangelisch-reformierten Kirche (Vater) und Freikirche (Mutter) meiner Eltern ausleben zu können.“

Die Evangelische Kirche und deren Jugendarbeit in Sport, Musik und Freizeit sei für ihn „Anlaufstation und Auffangbecken für vieles“ gewesen. Heute frage er sich manchmal, wo es diese Möglichkeiten heute noch gäbe.

Quellen: siegener-zeitung.de, bbheute.de und chrismon.evangelisch.de, livenet.de, kath.net, jesus.de

 

Dieter Falk mit einer coolen Instrumental-Einlage zu „Nun danket alle Gott“ – Stark!!!