Der ehemalige Fußball-Profi und heutige Trainer Nico Schneck, der zuletzt Co-Trainer von Heiko Herrlich beim SSV Jahn Regensburg und bei Bayer 04 Leverkusen war, sprach aktuell im Video-Interview mit bibel.TV zum Thema „Trainieren mit Gott“. Dabei sprach er auch darüber, wie ihm der Glaube an Gott im Umgang mit Niederlagen hilft, den Blick für das Wesentliche zu behalten.

Dazu sagte der 32-jährige, dass er sich gut daran erinnern könne, wie „enttäuscht und sauer“ er zu früheren Zeiten nach einer Niederlage gewesen sei. Auch heute freue er sich nach wie vor nicht über eine Niederlage, aber:

„Ich kann heute mit einer Niederlage anders umgehen, weil mein Wert nicht in Sieg oder Niederlage liegt, sondern weil ich weiß, dass es da mehr gibt und meine Identität nicht in der Leistung liegt, die ich bringe, sondern in dem, wer ich bin, in der Person, die ich in Gott bin und was ER in mich gelegt hat. (…) Das hat mir ein ganz anderes Selbstbewusstsein gegeben.“

Dieser Perspektivwechsel habe einen „Riesen-Unterschied“ für ihn gemacht, weil er dadurch frei davon wurde, dass Sieg und Niederlage sein Leben und seinen Gefühlszustand bestimmen.

Beim Interview trug Nico Schneck ein Sweat-Shirt, das dem, was seinem Leben Inhalt gibt, Ausdruck verlieh. Auf dem Sweat-Shirt war folgende Aufschrift zu lesen: „I’d rather be at church (Ich würde lieber in der Kirche sein)“.

Mit Heiko Herrlich, der selbst gläubiger Christ ist, habe er sich auf Anhieb verstanden, weil der ehemalige Championsleague- und Weltpokalsieger ihm nicht das Gefühl „Ich bin der Große und du der Kleine“ gegeben habe, sondern ihm von Anfang an auf Augenhöhe begegnet sei.

Als er 2016 als Co-Trainer von Heiko Herrlich nach Regensburg gegangen sei, habe der Glaube nicht den Stellenwert in seinem Leben gehabt, den er heute einnimmt. Er sei in einem christlichen Elternhaus mit kirchlichen Jugendfreizeiten und Sonntagsgottesdienst aufgewachsen. Im Teenageralter habe aber der Glaube für ihn an Bedeutung verloren. Dazu sagte Nico Schneck im bibel-TV-Interview

„Ich habe immer gewusst, dass es Gott gibt. Aber das hat meinen Alltag nicht bestimmt.“

Zum Zeitpunkt seines Wechsels nach Regensburg sei er „auf der Suche“ gewesen und habe gemerkt, dass sich in seinem Leben „etwas ändern“ müsse. Auch wenn es ihm finanziell gut ging und er im Fußball sowie in seinem Studium erfolgreich war, habe ihm „etwas gefehlt“, so Nico Schneck. Dazu erklärte er:

„Dann wusste ich: Ich muss dem Glauben, ich muss Gott nochmal eine Chance geben.“

Durch die Begegnung mit Heiko Herrlich, der ihm von Gott und seiner Beziehung zu Jesus erzählte, vertiefte Nico Schneck anschließend selbst seine Beziehung zu Gott. Allgemein sind seiner Erfahrung nach viele Profis im Fußballgeschäft, wo der Wert oft nach Sieg oder Niederlage bemessen wird, auf der Suche nach tieferem Sinn im Leben. So steige dort auch das Interesse an der Bibel und an Gott, der „an mir als Person interessiert ist“, so der 32-jährige weiter.

Wie das Menschenbild im christlichen Glauben die Arbeit von ihm und Heiko Herrlich im Profi-Geschäft prägt, erklärte Nico Schneck beeindruckend im weiteren Verlauf des Interviews. Zudem berichtet er, wie sein Leben im Glauben heute aussieht und wie sich dadurch sein Leben veränderte: