Noemi Rüegg: „Mein Glaube ist eine riesige Stütze“
Am 1. August startete die Tour de France der Frauen 2026. Die Schweizer Radsportlerin Noemi Rüegg gehört zu den Besten in der Schweiz und fährt auch international vorne mit. Sie belegt belegt bei der laufenden Tour de France Femmes 2026 aktuell Platz 20 in der Gesamtwertung mit einem Rückstand von 3:01 Minuten. Auf der 1. Etappe fuhr sie auf einen starken 5. Rang, und auf der 3. Etappe belegte die 25-Jährige den 6. Platz. Kraft schöpft sie auch aus ihrem tiefem Glauben an Gott (wir berichteten). Im Juli sprach Noemi Rüegg im Interview mit dem Schweizer Medienportal Blick über ihren Umgang mit Verletzungen und welche Rolle ihr Glaube an Gott spielt.
Wie nah Höhen und Tiefen im Leben oft beieinander liegen, erfuhr Noemi Rüegg Anfang Mai dieses Jahres, als sie mit dem Sieg auf der ersten Etappe der Spanienrundfahrt den bisher größten Erfolg ihrer Karriere feierte und einen Tag später auf der 2. Etappe schwer stürzte und sich den rechten Oberarmknochen brach. Mit Willenskraft und intensiver Reha schaffte sie es, rechtzeit zum Start der Tour de France fit zu werden. Gegenüber Blick erzählte sie nun, dass ihr stabiles Umfeld aus Familie, Freunden und ihrem Team sowie darüber hinaus ihr fester Glaube an Gott entscheidende Parameter für diesen Kraftakt waren. Die Schweizerin schilderte, dass sie durch das Vertrauen auf Gottes Führung in ihrem Leben sich nicht lange mit quälenden Fragen nach dem Warum aufhalte. Vielmehr nehme sie die sich ihr stellende Herausforderung im Vertrauen darauf, dass Gott es gut mit ihr meint, an. Weiter erklärt die 25-Jährige:
„Ich hinterfrage es nicht mehr, lasse die Zweifel los und gehe diesen Weg. In dieser Phase war mir mein Glaube eine riesige Stütze.“
Aber nicht nur im Sport gibt ihr der Glaube Orientierung, sondern ist insgesamt eine feste Konstante ihrer Persönlichkeit. Der Radsport habe in ihrem Leben zwar „einen riesigen Stellenwert“, sei aber nicht alles für sie, betont die Schweizerin und führt weiter aus:
„Meine Identität und mein Wert als Mensch hängen nicht von irgendwelchen Resultaten ab.“
Aus diesem Grundempfinden beziehe sie Freiheit und Lockerheit, was Noemi Rüegg wie folgt erklärt:
„Egal auf welchem Platz ich ins Ziel komme, an meinem Wert ändert sich nichts.“
Vielmehr könne sie mit der Gewissheit, in der Vorbereitung alles gegeben zu haben, befreit an den Start gehen und von diesem Moment an loslassen und „das Ganze an Gott“ abgeben.
Quellen: blick.ch, sportschau.de, watson.ch, erf-medien.ch, promisglauben.de



