Die italienisch-österreichische Opernsängerin Cecilia Bartoli hat als erste weibliche Solistin mit dem Chor der Sixtinischen Kapelle live vor Publikum im berühmten Ambiente der Sixtinischen Kapelle im Vatikan debütiert. Im Interview auf klassiker.welt.de sprach sie aktuell auch über ihren Glauben.

Auf die Frage, wie es ist, in der Sixtinischen Kapelle gegen Michelangelos Fresken anzutreten, antwortet Cecilia Bartoli, die als einer der besten und erfolgreichsten Opernsängerinnen unserer Zeit gilt:

„Aussichtslos! Obwohl ich extra die Heilige Cäcilia als Mutter der Musik angerufen habe. Aber man will in einem solchen Ambiente auch gar nicht kämpfen, hier ordne ich mich bescheiden unter. So viel Geschichte, so viel Pracht! Unter dem Himmel von Michelangelo empfinde ich nur Freude und Liebe, es ist ein Geschenk, im Angesicht dieses Farbrausches singen zu dürfen.“

Auf die Frage, ob sie gläubig sei, sagt sie:

„Die Frage stellt sich mir an einem solchen Platz gar nicht. Man spürt die Aura und wird demütig. Denn göttlich sind allein schon die Fresken, und auch die Musik weiß, wovon sie kündet.“

Quelle: klassiker.welt.de

In einem Interview mit dem Magazin Chrismon in der Rubrik „Fragen an das Leben“ im Jahr 2013 bekannte sich Cecilia Bartoli bereits zu ihren Glauben. Damals sagte sie u. a.:

„Ich glaube an den Gott, der Mozart geschaffen hat, Caravaggio, Händel und Vivaldi! Gott hat uns diese Künstler geschickt, um uns das Leben erträglicher zu machen.“

„Man muss den Tod nicht fürchten. Weitaus fürchtenswerter ist ein stumpfes Leben ohne Gefühle.“

Quelle: chrismon.evangelisch.de