Foto: Tobias Koch, Philipp Amthor, cropped, CC BY-SA 3.0

Der CDU-Politiker Philipp Amthor, der in einem atheistischen Umfeld aufwuchs, fand im Laufe der Jahre zum christlichen Glauben, was er im Sommer 2019 im Interview mit dem christlichen Medienmagazin Pro ausführlich schilderte (wir berichteten). Nun ließ sich der 27-jährige, der der jüngste direkt gewählte Bundestagsabgeordnete ist und sich für konservative Werte stark macht, katholisch taufen.

Seine Entscheidung zur Taufe begründete er in einer Stellungnahme in der „Bild am Sonntag“. Darin schreibt Amthor, dass er sich „aus ganz bewusster Überzeugung“ am 13. Dezember in einer Berliner Kirche im kleineren Kreis habe katholisch taufen lassen und dass er dies auch ganz bewusst noch vor dem anstehenden Weihnachtsfest tat. Dazu erklärte Amthor, der nach eigenen Bekunden schon früher „gelegentlich“ im Weihnachtsgottesdienst gewesen sei:

„Diesmal an der Heiligen Messe auch als Christ teilzunehmen, ist für mich etwas besonderes.“

Seine Entscheidung, sich taufen zu lassen, sei „ein längerer Weg und kein Schnellschuss“ gewesen und sei in den letzten zwei Jahren, in denen er sich „mit viel Freude“ mit dem Glauben auseinandersetzte, gereift. Dabei sei er von seinem „privaten Umfeld“ sehr unterstützt worden. Diesbezüglich betont der 27-jährige:

„Christ ist man ja nie für sich alleine. Dafür bin ich dankbar.“

In seinem Beitrag hebt Philipp Amthor zudem Demut, Orientierung und Halt, die er im Glauben erfährt, hervor und stellt gleich zu Beginn klar, dass der Glaube für ihn „eine sehr private Angelegenheit“ ist und er nicht möchte, „dass er [der Glaube] politisch instrumentalisiert wird“.

Philipp Amthor sitzt seit 2017 für die CDU im Bundestag, wo er sich für konservative Werte einsetzt. So hat sich der Jurist in Interviews sowie Talkshow-Auftritten in der Vergangenheit kritisch gegenüber dem Gender-Mainstreaming geäußert oder aber bei der Bundestagsabstimmung vor zwei Jahren gegen die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe votiert. Auch beim Thema Abtreibung bezieht er klar Stellung für den Lebensschutz, wobei er aber dafür plädiert, den gefunden Kompromiss nicht wieder aufzulösen.

Quellen: bild.de, katholisch.de, pro-medienmagazin.de, faz.net