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Der Schauspieler Terence Hill, Kino-Held und kongenialer Partner von Bud Spencer, feiert heute seinen 80. Geburtstag. Über seinen christlichen Glauben spricht er öffentlich nicht allzu oft. Sein Glaube sei aber auch ein Grund gewesen, weshalb er die Rolle des Action-Helden Rambo nicht angenommen habe, wie die Bild-Zeitung aktuell berichtet. Sehr wohl fühlt er sich dagegen in der Rolle des sympathischen Pfarrers Don Matteo, in der er seit 2000 im italienischen Fernsehen zu sehen ist.

Wie die Bild aktuell berichtet, sei Terence Hill 1981 der Wunschkandidat für die Rolle der Action-Figur Rambo gewesen, mit der Sylvester Stallone anschließend einen Riesen-Erfolg feierte. Es habe damals bereits Vorverträge gegeben. Doch Hill habe die Rolle nach langer Überlegung ausgeschlagen, weil sie ihm zu brutal gewesen sei. Als „gläubiger Star“ lehne er brutale Filme ab, wird in Bild dazu weiter berichtet. So komme für ihn sinnloses Töten vor der Kamera für ihn nicht in Frage. Ein Grund dafür sind auch seine persönlichen Erfahrungen in der Kindheit. Dazu ist folgendes Statement von Terence Hill auf bild.de zu lesen:

„Ich habe gesehen, was Gewalt, Bomben und Waffen anrichten können. Ich habe Jahre lang diese Bilder vor mir gesehen von den Bombennächten über Dresden, als wir dort bis Ende des Krieges gelebt haben. Waffen sind schlecht. Sterben ist nicht lustig und es muss auch nicht zur Unterhaltung genutzt werden.“

Sehr wohl fühlt sich Terence Hill dagegen in der Rolle des katholischen Pfarrers Don Matteo, die im italienischen Fernsehen seit 2000 zu sehen ist. Dort ist diese Serie Kult. 2020 soll die 12. Staffel ausgestrahlt werden. Diese Rolle kann er seit Jahren glaubhaft verkörpern. Dazu sagte er einmal:

„Was die Verantwortung angeht so kann ich sagen, dass mir das sehr gefällt. In der Vergangenheit, vor allem als ich in Amerika lebte, habe ich berufliche Entscheidungen getroffen, die von manchen als unklug angesehen wurden. Ich habe große Gagen abgelehnt, aber ich war glücklich, weil viele Mütter mich auf der Straße anhielten und sagten: ‚Mach weiter so, wir können mit unseren Kindern ins Kino gehen, ohne Angst vor bösen Überraschungen zu haben!‘ Und deshalb kann ich heute als Don Matteo glaubwürdig sein.“

Auch in einem Interview mit „Avvenire“ betonte Terence Hill vor Jahren, dass er leidenschaftlich gerne seine Rolle als Priester Don Matteo spielt und gerne in den Talar des sympathischen Pfarrers schlüpft.

„Ich mag diesen Charakter sehr, außerdem ähnelt er mir. Ich liebe Don Matteo.“

Zu seinem persönlichen Glauben äußert er sich öffentlich nicht oft. Dazu sagte er einmal:

„Ich bin praktizierender Katholik. Ich rede nicht oft darüber, weil der Glaube eine kostbare und extrem persönliche Sache ist.“

Und an anderer Stelle bekannte er einmal:

„Ich glaube seit meiner Kindheit an Gott. Mein Vater war sehr religiös. Da meine Mutter aus Deutschland stammte und ich deshalb die italienische Sprache nicht sonderlich beherrschte, hat mein Vater versucht, mir Italienisch beizubringen, indem er mir immer wieder aus einem Buch über den Hl. Franziskus vorlas.“

Nach vielen Jahren im Fernsehen, wollte es Terence Hill noch einmal wissen und kehrte auf die Kino-Leinwand zurück. Letztes Jahr war sein Film „Mein Name ist Somebody“ in den deutschen Kinos zu sehen, der voller religiöser Symbole und Anklänge war. Im Interview mit der „Presse am Sonntag“ sprach Hill auch über seine spirituelle Seite und darüber, dass er und Bud Spencer es einem glücklichem Umstand, den er nicht als Zufall sieht, zu verdanken haben, dass sie als kongeniales Schauspielduo zusammengekommen sind (wir berichteten).

 

Quellen: bild.de, spencerhill.de, katholisch.de, ndr.de, de.terencehill.com, n-tv.de, diepresse.com

 

In der ZDF-Talkshow bei Markus Lanz sprach Terence Hill, dessen Mutter aus der Nähe von Dresden stammte, im August 2018 auch über seine Rolle als Pfarrer Matteo, mit der er eine Botschaft der Nächstenliebe in die Welt senden will und gab, geprägt von seinen Erfahrungen als Kind im Bombenhagel in Dresden zu Zeiten des 2. Weltkrieges, ein berührendes Statement gegen die weltweite Waffen-Lobby ab: