Vladimir Kornéev: „Ich habe vor einem Jahr zu Jesus Christus gefunden“
Der Sänger und Schauspieler Vladimir Kornéev sprach im Interview mit dem Magazin „blick in die kirche“ der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck über seine Flucht aus Georgien, persönliche Krisen und die Kraft der Musik und des Glaubens. Dabei berichtete er von einer existenziellen Glaubenserfahrung an Weihnachten 2024.
Anbei eine sehr sympathische Gesangseinlage von Vladimir Kornéev, in der seine außergewöhnliche Chanson-Stimme zu hören ist:
Der heute 38-jährige Chansonsänger und Schauspieler berichtete, dass er im Alter von 25 Jahren eine schwere Zeit durchleben musste. Er habe in dieser Zeit „keinen guten Kontakt“ zu seinen Eltern gehabt und habe nach Beendigung des Studiums „ungewiss und unsicher“ in die Zukunft geblickt. Als dann seine große Liebe durch einen Autounfall verstarb, zog im dieses Ereignis den Boden unter den Füßen weg. Zu seiner damaligen Gefühlslage sagte Vladimir Kornéev:
„Ich hatte sehr wenig Gottvertrauen. Ich habe mich verraten und betrogen gefühlt.“
Kornéev berichtete, dass er katholisch getauft und aufgewachsen ist und ein katholisches Benediktinergymnasium besuchte. Er habe den Unterricht bei den Patres, die er als „richtig coole Leute“ bezeichnet, „sehr gemocht“, aber als Kind „die Tiefe der Bibel“ nicht begriffen, schilderte der Sänger. Im Alter von 20 Jahren habe er begonnen, sich immer weiter von Gott zu entfernen, „weil ich wütend und sehr enttäuscht war“, beschrieb Kornéev seine Abwendung vom Glauben.
Im Umgang mit einem existenziellen Erlebnis im Dezember 2024 habe er dann „spezifisch zu Jesus Christus“ (zurück)gefunden. Vladimir Kornéev erzählte, dass ihm auf einer Orchestertour in Kanada vor dem Weihnachtskonzert 2024 vor 2.000 Zuschauern aufgrund eines Vertrauensmissbrauchs durch eine ihm nahestehende Person die Stimme versagte. Stimmlich sei trotz aller Bemühungen nichts mehr gegangen. Er habe sich dann niedergekniet, seine Hände gefaltet und folgendes Gebet gesprochen:
„Jesus Christus, wir haben uns lange nicht gesprochen, aber wenn es dich gibt, musst du mir bitte helfen. Ich bin dein Instrument, singe durch mich. Ich vertraue mich dir an! Das Konzert ist dir gewidmet, wir feiern deine Geburt. Also, bitte hilf mir.“
Anschließend sei er auf die Bühne getreten und habe das beste Konzert der laufenden Tour gegeben. Dieses Erlebnis sei der „Beginn einer Reise“ gewesen. Kornéev berichtete weiter, dass er nach dieser Tournee Urlaub in Kolumbien machte, um das Erlebte zu verarbeiten. Dort habe er in einem Laden in Cartagena ein Kreuz entdeckt, das ihn „total angezogen“ habe und das er nun um seinen Hals trage.
Anbei ein Insta-Post von Vladimir Kornéev aus seinem Kolubien-Urlaub, auf dem er mit seiner Kreuzkette zu sehen ist und in dem er seine damalige Gefühlslage beschreibt:
Im Umgang mit dem Erlebten habe er sich „langsam wieder an den Glauben und vor allem an Jesus herangetastet“, erklärte Kornéev und berichtete weiter, dass er zu Ostern 2025 eine sehr schöne Messfeier in Augsburg erlebt und im Anschluss „ein ganz tolles Gespräch mit dem Priester“ gehabt habe, der ihm auch seine Kreuzkette geweiht habe. Seine Hinwendung zu Jesus Christus sei „durch niemanden angeschoben oder gepredigt“ worden, teilte der Sänger zu seiner Glaubenserfahrung mit. Weiter sagte er, dass das Gebet, das er in der Not zu Jesus sprach, heute zu seinem festen Gebet geworden ist, das er wie folgt spricht:
„Ich bin dein Instrument, spiel auf mir. Ich vertraue mich dir an, Du bist mein König, ich bin dein Diener.“
Zu seiner Vorstellung von Gott ließ er im Interview mit dem Magazin „blick in die Kirche“ wissen, dass Gott für ihn Liebe ist, die er auch in der Kunst erfährt. Dazu sagte er u.a.:
„Musik ist für mich die klingende Sprache Gottes.“
Sie sei „ein Geschenk an die Menschen, weil ein Ton, eine Schwingung, nichts verlangt, sondern einfach da ist“, fügte Vladimir Kornéev an.
Quelle: ekkw.de



