US-Schauspieler Joaquin Phoenix, der durch Filme wie „Gladiator“, „Her“ und „I’m Still Here“ bekannt ist und dreimal für den Oscar nominiert war, spielt aktuell Jesus Christus im Film „Maria Magdalena“, der am Donnerstag in die Kinos kommt. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) sprach der 43-jährige auch über seinen persönlichen Glauben und dass er durch die Beschäftigung mit dieser Rolle besonders vom Konzept der Vergebung fasziniert wurde.

Auf die Frage nach seiner eigenen Religiosität, antwortet Joaquin Phoenix:

„Meine Eltern glauben an Gott. Ich bin zwar Jude, weil meine Mutter Jüdin ist. Aber sie glaubt an Jesus Christus, weil sie da eine Verbindung spürt.“

Aber richtig religiös seien sie nicht gewesen. Als Kind sei er höchstens ein paar Mal in die Kirche gegangen. Seine Eltern hätten immer „dieses alternativ-spirituellen Verständnis der Welt“ gehabt und ihn ermutigt, ohne Dogma zu glauben, was immer er wollte.

So glaube er auch heute an keine bestimmte Religion, aber ihn interessiert besonders das Konzept der Vergebung.

„Dieser Film hat meine Vorstellung davon verändert. Ich dachte immer, sie sei für den am wichtigsten, dem vergeben wird. Aber jetzt denke ich, es ist genau umgekehrt. Derjenige, der vergibt, wird erleichtert. Denn es ist so schwierig, zu verzeihen, zu vergeben. Es verändert einen. Vergebung hat eine enorme Kraft. Dieser Gedanke bewegt mich.“

Quelle: faz.net