Markus Blume: „Das Prinzip Hoffnung ist eine ganz starke Kraft“
Der bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Markus Blume spricht im Interview mit PromisGlauben über seinen vielfältigen Werdegang. Im Talk mit Chefredakteur Markus Kosian blickt Blume auf seine Zeit als Leistungssportler, als Physik-Student und strategischer Berater in der Wirtschaft sowie auf seinen Werdegang in der Politik zurück. Dabei lässt der 50-Jährige durchblicken, wie im christlichen Glauben fundierte Werte wie Freiheit, Vertrauen und Hoffnung ihm Orientierung in diesen Lebensabschnitten gaben und bis heute für ihn von großer Bedeutung sind. Seinen Glauben beschreibt der evangelische Christ als verlässliche Grundkonstante seines Lebens.
In den 1990er Jahren bildete Markus Blume zusammen mit seiner Schwester Sandra ein erfolgreiches Eistanzpaar. Die beiden waren Deutsche Juniorenmeister in dieser Disziplin. In dieser Zeit sei für ihn „der Glaube an sich selbst und an die eigenen Talente und Fähigkeiten“ für die Erreichung seiner Ziele sehr wichtig gewesen. Diese Erfahrung helfe ihm auch heute in seinem Wirken als Politiker, schildert der 50-Jährige und betont:
„Die eigenen Talente und Fähigkeiten nutzen zu können, ist vielleicht das größte Geschenk, das wir als Menschen überhaupt haben.“
Nach seinem Abitur im Jahr 1994 studierte Markus Blume Physik bis zum Vordiplom. Im PromisGlauben-Interview danach gefragt, wie für ihn naturwissenschaftliche Erkenntnis und der christliche Glaube zusammen gehen, schildert Blume, dass die Größe des Universums alle Vorstellungskraft sprengen würde, aber gleichzeitig „auf der Erde und im persönlichen Umgang so großartige Dinge passieren“ würden, die man naturwissenschaftlich nicht erklären könne. Im Hinblick darauf sei es für ihn als gläubigen Christen „gut zu wissen, da gibt es etwas, auf das man sich einfach verlassen kann“. Mit Gottvertrauen durchs Leben zu gehen, schenke ihm Demut und Kraft und helfe ihm „ein gutes Stück weiter“, so Blume.
In den 2000er Jahren war Markus Blume einige Jahre als strategischer Berater in der Wirtschaft tätig. Mit Blick auf die derzeitige wirtschaftliche Lage plädiert er dafür, die Regulierungen zurückzuschrauben, was seiner Meinung nach „Entfesselungskräfte freilegen“ würde. Dazu begründet er:
„Der Mensch ist auf Freiheit angelegt.“
Zudem fügt er an:
„Wir brauchen in unserem Land mehr Zukunftsoptimismus. Das Prinzip Hoffnung ist eine ganz starke Kraft und zugleich ein zentrales Motiv unseres christlichen Glaubens.“
Seit 2008 ist Markus Blume Mitglied des Bayerischen Landtages. Heute ist er Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst. Sein Amtsverständnis speist sich aus dem „Bild vom Arbeiter im Weinberg des Herrn“, so Blume. Dementsprechend antwortet er auf die Frage, welche Zeitungsheadline er über sich gerne am Ende seiner Amtszeit lesen möchte:
„Der hat das alles ganz ok gemacht.“
Das Bildungsziel „Ehrfurcht vor Gott“, das die bayerische Verfassung als eines der obersten Bildungsziele benennt, hält Markus Blume auch in einer säkularen Gesellschaft für zeitlos gültig und den Religionsunterricht für „nicht verhandelbar“. Dabei erinnert er auch an die Präambel der Bayerischen Verfassung, in der betont wird, dass sich das Bayerische Volk seine Verfassung gegeben hat „angesichts des Trümmerfeldes, zu dem eine Staats- und Gesellschaftsordnung ohne Gott, ohne Gewissen und ohne Achtung vor der Würde des Menschen die Überlebenden des zweiten Weltkrieges geführt hat“.
80 Jahre nach dem 2. Weltkrieg gelte es, sich der christlichen Wertegrundlage, die „unsere Gesellschaft im Inneren zusammenhält“, weiterhin bewusst zu sein, schildert Blume mit Blick auf aktuelle innen- und außenpolitische Entwicklungen.
In den sozialen Medien weise er in Posts regelmäßig auf die Bedeutung christlicher Feiertage hin, weil diese unserer Gesellschaft einen guten Rhythmus geben würden, begründet der CSU-Politiker und betont:
„Christliche Feiertage sind eine Art gesellschaftlicher Kachelofen.“
Von christlichem Engagement in der Gesellschaft wünscht sich Markus Blume, dass dadurch „die Freude am Glauben“ sichtbar wird. Zur persönlichen Bedeutung des Glaubens in seinem Leben sagt der evangelische Christ, der 12 Jahre lang Mitglied der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern war, dass Gottvertrauen einfach ein präsenter Bestandteil seines Lebens sei. Danach gefragt, wann ihn sein Glaube besonders trägt und Kraft gibt, erklärt Blume, dass dies insbesondere in den existenziellen Momenten des Lebens der Fall sei und er sich in seinem Christ-Sein „angenommen“ fühle. Mit Verweis darauf, dass im Jahr 2025 zum einen sein Vater verstarb und er zum anderen Vater wurde, sagt der 50-Jährige:
„Man staunt über das Wunder des Lebens und man muss einen Weg finden, zu akzeptieren, dass das Leben auch einen Endpunkt hat. Beides menschenwürdig zu gestalten und so anzunehmen wie es ist, ist etwas, wobei mir der Glaube viel Halt gibt.“
Das, was der Glaube ihm bedeute, könne man nicht schöner in Worte fassen als mit den Zeilen, die der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer (1906 -1945) in der Gestapo-Haft einst formulierte: „Von guten Mächten wunderbar geborgen…“.
Den christlichen Glauben habe er an seine älteren Kinder weitergegeben und werde er auch an seine kleine Tochter vermitteln, was Markus Blume wie folgt begründet:
„Wir versuchen alle schönen Dinge an unser Kind weiterzugeben.“
Anbei das Video zum PromisGlauben-Interview mit Markus Blume:
Anbei Links zu Presseartikeln zu unserem Interview mit Markus Blume:


