Julia Klöckner: „Der Karfreitag ist eine Chance zum Perspektivwechsel“

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In einem Reel auf ihrem Instagram-Account erklärt Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, warum am Karfreitag ein Tanzverbot gilt. Dabei öffnet sie den Raum hin zu Respekt und Perspektivwechsel. In einem weiteren Reel auf ihrem Insta-Account „bundestagspraesidentin“ antwortete die 53-Jährige auf eine Follower-Frage zu ihrem persönlichen Glauben.

Klöckner betont, dass der Karfreitag ein stiller Feiertag ist, weil Jesus Christus an diesem Tag gekreuzigt wurde und „als Mensch gestorben“ ist. Weiter schildert sie:

„Ohne den Tod am Karfreitag gibt es aus christlicher Sicht keine Auferstehung am Ostersonntag, weshalb beide Tage untrennbar zusammengehören.“

In der Beschreibung zu ihrem Reel erklärt sie überdies:

„Der Karfreitag -althochdeutsch kara ‚Klage‘, ‚Kummer‘, ‚Trauer’ – ist der Freitag vor Ostern. Er folgt auf den Gründonnerstag und geht dem Karsamstag voraus. Wir Christen gedenken an diesem Tag des Leidens und Sterbens Jesu Christi am Kreuz.“

Der Karfreitag bilde unter den christlichen Feiertagen eine Ausnahme, weil es inhaltlich um Trauer, die Kreuzigung Jesu, um Leid und die Dunkelheit des Momentes gehe. Im Begleittext zum Reel schreibt sie über die Besonderheit des Karfreitags:

„Während viele Feiertage mit Freude, Gemeinschaft oder historischen Erfolgen verbunden sind, steht dieser Tag für Stille und Besinnung.“

Der Staat schütze „diese ruhige, ernste Stimmung“, weshalb an diesem Tag ein Tanzverbot gelte. Dazu begründet Klöckner, dass sich diese Vorschrift nicht gegen die Menschen privat richte und keinen persönlichen Lebensstil vorschreiben solle, sondern vielmehr „die Rücksicht im öffentlichen Raum“ regele und einen gemeinsamen Rahmen für diesen ernsten Tag schaffe. Dass der Karfreitag ein stiller Feiertag ist, habe einen tiefen Grund, betont die 53-Jährige und führt weiter aus:

„Ich finde, diesen Grund zu respektieren, ist keine Zumutung, sondern eine Chance zum Perspektivwechsel.“

In der Beschreibung zu ihrem Reel erklärt sie diesbezüglich weiter, dass der Karfreitag auch daran erinnern kann, „dass nicht jeder Tag laut und schnell sein muss“ und der Karfreitag „genau für diesen bewussten Moment der Ruhe [steht], auch wenn das im Alltag manchmal ungewohnt wirkt“.

Ihren Post abschließend wünscht die Bundestagspräsidentin: „Allen einen besinnlichen Karfreitag.“

siehe HIER

 

 

Auf ihrem Insta-Account „bundestagspraesidentin“ antwortete Julia Klöckner aktuell auf die Fragen eines Followers, ob sie ein spiritueller Mensch sei und was Spiritualität für sie bedeutet. Dazu sagte die amtierende Bundestagspräsidentin:

„Ich bin ein religiöser Mensch. Ich bin getauft, bin Mitglied in der katholischen Kirche. Ich bin gläubige Christin. Für mich ist der Gottesdienst wichtig und ich bete auch.“

Zur Frage nach ihrer Auffassung von Spiritualität erklärt Klöckner, dass eine spirituelle Grundhaltung für sie damit einhergeht, sich nicht „in Tagesaktualität und Hektik“ zu verlieren und zu erkennen, dass Menschen in Politik und Gesellschaft „nur die vorletzten Antworten“ geben würden, begrenzt und fehlerhaft seien. Zudem bedeute Spiritualität für sie, „sich darauf zu besinnen, dass es etwas Höheres gibt“.

siehe HIER