Foto: Harald Krichel creator QS:P170,Q640, Wolfgang Niedecken-63779, cropped, CC BY-SA 4.0

Wolfgang Niedecken: „Eine gute Portion Gottvertrauen ist sehr ratsam“

Deutschrock-Legende Wolfgang Niedecken, der 1976 die Kölsch-Rockband BAP gründete, erklärte in der Vergangenheit an verschiedenen Stellen, dass er trotz Zweifel am Glauben an Gott festhält (wir berichteten). Aktuell bestätigte er im Interview mit domradio.de, dass sich an diesem Zustand nichts geändert hat.

Gegenüber verschiedenen Medien bezeichnete sich Wolfgang Niedecken in der Vergangenheit als „restkatholisch“ (wir berichteten). In seiner zweiten Biographie schrieb Niedecken: „Ich bin kein Atheist, dazu mache ich mir viel zu viele Gedanken über Religion. Aber ich kann auch nicht sagen, woran ich glaube. Ich weiß nur, dass nach dem Schlaganfall und meiner Genesung mein Gottvertrauen zugenommen hat“ (Anmerkung: Niedecken erlitt im Jahr 2011 einen Schlaganfall). Im Juni 2019 erklärte der Musiker im Interview mit domradio.de hinsichtlich dieser Zeilen:

„Ich war nie ein Atheist. Ich bezeichne mich immer als restkatholisch. Als Atheist könnte ich gar nicht leben.“

Er sei zu 51 Prozent gläubig, was er auch auf seine christliche Erziehung zurückführt. Dazu betonte Niedecken:

„Das ist mir so vermittelt worden, da habe ich auch meine Werte letztendlich her. Das ist meine Religion, in der ich aufgewachsen bin und ich empfinde das auch so.“

 

Aktuell bestätigt Wolfgang Niedecken im Interview mit domradio.de, dass er sich weiterhin als „restkatholisch“ empfindet. Diesbezüglich erklärt er:

„Eine gute Portion Gottvertrauen ist schon sehr sehr ratsam.“

Auch wenn er kein Mensch sei, der jeden Sonntag in die Kirche gehe, habe er so seine Momente, wo er ins Zwiegespräch mit Gott, den er als „Chef“ bezeichnet, gehe und seine Lehren daraus ziehe, schildert Niedecken.

Zur Frage nach seinem Glauben an ein Leben nach dem Tod, merkt der Bap-Frontmann an, dass noch keiner der Verstorbenen zurückgekommen sei. Das führt ihn aber nicht zu einer atheistischen Glaubenshaltung, was Niedecken wie folgt erklärt:

„Ich bin ein hoffender Agnostiker.“

siehe HIER

 

 

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